Diego Maradona – Provinz widmen ihre aktuelle Single dem jugendlichen Exzess
Festival- und Tourabsagen, vertagte Alben und über den Haufen geworfene Musikvideo-Konzepte – die aktuellen Umstände verlangen MusikerInnen ein hohes Maß an Geduld, vor allem aber Improvisation ab. Auch Provinz haben zuletzt verlauten lassen müssen, dass sich ihr Debüt-Album „Wir bauten uns Amerika“ auf August vertagt, genauso war der ursprünglich geplante Videodreh zur heute erschienenen Single „Diego Maradona“ nicht mehr umsetzbar. Da unser aller Smartphone seit Wochen nunmehr die einzige Möglichkeit darstellt, Menschen gefahrenfrei und verantwortungsvoll zusammenzubringen, erscheint samt extra angefertigtem Maradona-Filter und einstudiertem Kniefall, doch noch ein Musikvideo in Quarantäne-Edition. Mit „Diego Maradona“ offenbart sich heute nicht nur der fünfte musikalische Schnipsel vom kommenden Erstlingswerk, sondern auch ein Gleichnis an jugendlichen Exzess, geboren aus provinzieller Tristesse. Einfall stiftend führt Frontmann Vincent dabei unter anderem seinen Job als Filmvorführer an: „Ich war letzten Sommer im Kino und habe gearbeitet, als die Doku rauskam“ erklärt Vincent den Ursprung seiner Begeisterung für die argentinische Fußball-Legende. In der Öffentlichkeit maßgeblich mit der „Hand Gottes“ und dem daraus resultierenden Fußball-Weltmeistertitel 86′ assoziiert, sollten spätere Drogen-Exzesse und Steuerhinterziehung aber genauso Teil seiner fast gottgleich gehandelten Persona werden. Wenn Provinz auf ihrer aktuellen Single „wir schießen uns ab wie Diego Maradona“ singen, ist damit nicht nur die Fußball-Analogie bedient, sondern vor allem auch der tiefe Fall aufgezeigt.
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