DIFFUS

Dieser eine Song: Bilderbuch – Maschin

Posted in: Dieser eine Song
Tagged: Bilderbuch

Zarte 14-15 Jahre alt waren die Musiker um den charismatischen Frontmann Maurice Ernst erst, als sich Bilderbuch im Jahr 2005 gründet. Die Österreicher können sich aber bereits zwei Jahre später mit den Songs „Kopf ab“ und „Discokugel“ einen wachsenden Bekanntheitsgrad erspielen, ehe im Jahr 2008 mit den damaligen Russkaja-Mitgliedern Zebo Adam und Manfred Franzmeier die Aufnahmen für das Debüt-Album entstehen. Mit „Nelken & Schillinge“ erscheint 2009 dann das Debüt der noch heranwachsenden Musiker. Verschrobene Texte gepaart mit frischem Indie-Rock-Sound bescheren Bilderbuch sofort Platz vier in den österreichischen Indie-Charts. Mit „Die Pest Im Piemont“ erscheint zwei Jahre später der Nachfolger von „Nelken & Schillinge“. Das Konzeptalbum erscheint deutlich düsterer und schwerer als sein Vorgänger und behandelt verflossene Lieben und eine verschwendete Jugend, basierend auf Albert Camus‘ „Die Pest“. Es folgen diverse nationale sowie internationale Festivalauftritte, als auch eine ausgiebige Tour durch den deutschsprachigen Raum.

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Mit dem Einstieg des Hip Hop- und R&B-Schlagzeugers Philipp Scheibel kam es 2013 zu einem ersten großen Stilwechsel bei Bilderbuch. Weg von Indie-Rock, hin zu abstraktem Soundbild mit einer Prise Autotune hieß die neue Devise. Österreichische Nachrichtensendungen loben die Single „Plansch“ sofort als „alternativen Sommerhit des Jahres“, ehe im Oktober desselben Jahres mit „Maschin“ eine weitere Single veröffentlicht wird, die nicht nur die nationale Presse in ihren Bann zieht. Auch die weiteren Single-Auskopplungen „Spliff“ und „OM“ erhalten fast ausschließlich positive Kritiken, die sich neben der Musik auch auf die audiovisuellen Umsetzungen der Veröffentlichungen beziehen. Anfang 2015 erscheint dann das neue Album „Schick Schock“, was Bilderbuch endgültig die Legitimität für einen Platz auf dem Umkämpfen Musikmarkt attestiert. Nach ausgiebigen Tourneen und mehreren „Band des Jahres“-Nominierungen melden sich die vier Musiker Anfang 2017 mit dem dritten Studioalbum „Magic Life“ zurück. Wer glaubt, dass „Magic Life“ nahtlos an „Schick Schock“ anknüpft, der ist weit gefehlt. Bilderbuch schaffen es wieder einmal sich selbst neu zu erfinden und das ohnehin schon ungewöhnliche Soundbild nochmals weiterzuentwickeln. Frei nach dem Motto „Mach einen Popsong und zerstöre ihn“ kreieren Bilderbuch auf „Magic Life“ eine gekonnte Mischung aus Trash und destruktivem, aber trotzdem progressivem Pop. Der Erfolg von Hits wie „Bungalow“ oder „Baba“ gibt den Österreichern mit ihren Soundexperimenten dabei recht.

Cover neues DIFFUS Magazin

Das neue DIFFUS Print-Magazin

Titelstory: Ikkimel

Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.