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Dieser eine Song: Florence + The Machine – Dog Days Are Over

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Florence Leontine Mary Welch wuchs in London als Tochter einer Kunsthistorikerin und eines Werbefachmanns auf. Die Kunstaffinität ihrer Mutter findet sich nicht nur in Florence selbst, sondern vor allem auch in ihrer eigenen Kunst wieder. Neben alltäglichem, sei es vor allem die bildende Kunst, die der Sängerin als Quell der Inspiration diene. Mit 11 Jahren begann Florence Welch Gesangsstunden zu nehmen und übte bereits italienische Arien ein. Als Teenagerin verschlug es Welch allerdings in die Londoner Punk-Szene, in welcher sie als Sängerin der Band The Toxic Cockroaches erstmals Banderfahrung sammelte. Während des Kunststudiums am Londoner Camberwell College Of Arts besuchte sie viele Konzerte von College-Bands, was zu ihrer Vorliebe für abstrakte Bühnenoutfits führte.

Im Jahr 2006 sollte dann ein Club-Besuch Florence Leben maßgeblich beeinflussen. Im angetrunkenen Zustand traf Welch auf der Toilette eines Londoner Clubs auf Mairead Nash, einen Teil des DJ-Duos Queens Of Noise. Welch begann sofort mit dem singen, was ihr gegenüber zwar überraschte, aber auch beeindruckte. Mairead Nash übernahm auf Anhieb das Management der aufstrebenden Sängerin, woraufhin Florence ihr Studium abbrach, um sich auf die Musik zu konzentrieren. Einer der ersten Vorboten des Debüt-Albums war die Single „Dog Days Are Over“, welche von Kritiker:innen auf aller Welt begeistert gefeiert wurde.

Florence + The Machine – Dog Days Are Over

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Mit „Lungs“ erschien im Jahr 2009 dann das ersehnte Debüt-Album, das in Großbritannien auf Platz eins der Charts landete. Bis dahin bestand Florence + The Machine allerdings nur aus Florence und ihrer Freundin Isabella Summers, die einst den Spitznamen „Machine“ bekam. Bereits während der Aufnahmen für „Lungs“ scherten sich allerdings viele verschiedene Musiker:innen um Florence Welch, sodass Florence + The Machine manchmal aus zwei und manchmal sogar aus zehn Musiker:innen besteht.

Zwei Jahre nach dem großen Erfolg von „Lungs“ stand mit „Ceremonials“ das Nachfolgewerk in den Startlöchern. Anders als das Debüt-Album konnte sich „Ceremonials“ nicht nur in den britischen Charts auf Platz eins breitmachen, sondern unter anderem auch in Irland, Neuseeland und Australien. Zwei Jahre nach „Ceremonials“ hat sich die Stimmung im Hause Welch allerdings verändert. Die Aufnahmen zum dritten Studioalbum seien wesentlich kräftezehrender gewesen als zu den bisherigen Veröffentlichungen, was nicht zuletzt daran liegen mag, dass es das persönlichste Album der Musikerin ist. An den Erfolg der ersten beiden Alben konnte „How Big, How Blue, How Beautiful“ zwar nicht anknüpfen, doch ließ es Florence erwachsener und gefestigter wirken. 2018 erschien mit „High As Hope“ das bisher letzte Studioalbum von Florence + The Machine.  

Florence + The Machine – Hunger (Live)

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Neben den vier Studioalben, sind es vor allem die Live-Auftritte, mit welchen Florence und ihre unterschiedlich zusammengesetzte Band die Menschen begeistern. Dabei setzt die Frontfrau auf abstrakte Bühnenoutfits- und Shows, die gepaart mit ihrer wuchtigen Stimme und dem wechselnden Sound ihrer Musik mindestens einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ob Florence dabei in voller Besetzung auf der Bühne steht, also mit bis zu zehn anderen Musiker:innen, oder ganz alleine, spielt dabei keine Rolle.

Schon auf einer der ersten Veröffentlichungen schafften es Florence + The Machine diese Live-Atmosphäre auch im Studio greifbar machen zu können. Auf „Dog Days Are Over“ schafft Florence Welch es eine stampfende Hymne zu kreieren, die ihrer wuchtigen Stimme die passende Bühne bereitet. Dabei hangelt sich die Künstlerin von einem Genre ins nächste, sodass neben Rock und Folk auch Pop in „Dog Days Are Over“ miteinfließt. Dabei sorgen Chöre, ein vielschichtiges Soundbild und unkonventionelle Strophen dafür, dass „Dog Days Are Over“ auch als Studioaufnahme so klingt, als würde Florence höchstpersönlich im eigenen Wohnzimmer performen. 

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