Dieser eine Song: Goldroger – Perwoll
2014 gewann Goldroger den Wettbewerb „Moment Of Truth“ und konnte sich somit erstmals einen Namen in der hiesigen Rap-Szene machen. Nachdem das Kölner Label Melting Pott auf Goldroger aufmerksam wurde, stand 2015 mit „Räuberleiter“ bereits das Debüt-Werk des Wahl-Kölners an.
Alles glänzt, so schön neu
Spätestens 2016 nahm die Karriere des jungen Rappers so richtig Fahrt auf. Zu seinem zweiten Studio-Album „Avrakadavra“ veröffentlichte Goldroger unter anderem die Single „Perwoll“. Damit lieferte er einen wohlig weichen Klangteppich, mehr Tame Impala als Deutschrap, fernab von 808s oder scheppernden Trap-Beats. Dazu beschert Goldroger melancholische Lyrics über das Wiedersehen mit Ex-Partner:innen: „Du hast gemeint, dass du Zeit brauchst / Ich sagte: „Kannst du dir nehm‘!“ / Jetzt wollt‘ ich kurz mal vorbei schaun‘ / Und sagen: „Hi, na wie geht’s? / Hattest du Spaß? War es gut? / Sind die Sorgen vorbei?“.
Goldroger – Perwoll
Erstmals performt wurde „Perwoll“ bereits im Jahr 2014 in einer Akustik-Version, offiziell veröffentlicht wurde die Single allerdings erst im September 2016. Das Video zu „Perwoll“ serviert skurrile Bilder, die beim Zuschauen trotzdem in Erinnerung an verflossene Lieben schwelgen lassen.
Die „Diskman Antishock“-Trilogie
Wer Goldroger in eine Schublade stecken will, wird kläglich daran scheitern. Kein Battle-Rapper, kein Trap-Rapper, keine „Vom-Bordstein-bis-zur-Skyline-Geschichte“. Goldie ist einfach er selbst und damit authentischer als ein Großteil des Deutschrap-Kosmos wohl je sein wird. Seiner nachfolgende „Diskman Antishock“-Trilogie möchte ich fast schon jetzt Legendenstatus zuschreiben, vor allem „Diskman Antishock III“ überzeugte erst neulich durch Songs wie „Odonien“ oder „Guck auf die Uhr“ mit dem Kölner Lokalmatador Lugatti als Featuregast.
Goldroger – Guck auf die Uhr (feat. Lugatti)
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