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Dieser eine Song: Kafka Tamura – Berlin

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Wie so häufig in letzter Zeit spielt Soundcloud auch bei der Gründung Kafka Tamuras eine entscheide Rolle. 2012 sitzen Patrick Bongers und Gabriel Häuser in Leipzig vor ihren Rechnern und entdecken in den Weiten Soundclouds die einzigartige Stimme der erst 15-jährigen Emma Bradshaw aus Southampton. Die ein oder andere E-Mail hin und her geschickt, wandern wenig später bereits die ersten Gesangsaufnahmen von Großbritannien rüber nach Deutschland. Anfang 2013 treffen sich die drei Musiker:innen erstmals persönlich in Southampton für erste Aufnahme und drehen sogar ein Musikvideo zu ihrer ersten Single „Somewhere Else“.

Nothing To Everyone

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Seitdem ist viel passiert: Die Indie-Pop Band steht beim Label von Milky Chance unter Vertrag und konnte über eben Jenes im Jahr 2015 das Debütalbum „Nothing To Everyone“ auf den Markt bringen und außerdem Tour-Support für die Label-Gründer selbst spielen. Ende 2015 verließ jedoch Mitgründer Patrick Bongers die Band um sich Solo-Projekten zu widmen, weshalb Kafka Tamura seitdem nur noch als Duo fungiert.

She asked me to stay, I moved to Berlin

Nach dem erfolgreichen Debütalbum mussten Fans aber lange Zeit auf neue Musik warten. Erst vier Jahre nach „Nothing To Everyone“ trumpfte das deutsch-englische Duo mit der sechs Song starken EP „Berlin“ erneut auf. Berlin ist inzwischen die Wahlheimat von Emma Bradshaw und Gabriel Häuser. Der Umzug nach Deutschland stellte für die Briten die wohl größte Veränderung in ihrem noch jungen Leben dar, was auch immer wieder auf der „Berlin“-EP thematisiert wird.

Kafka Tamura – Berlin

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Der erfolgreichste Song der EP ist auch zeitgleich der Titelsong. Darin beschreibt die Musikerin den Umzug aus dem beschaulichen Southampton im Süden Englands in die deutsche Hauptstadt und welche Auswirkungen damit einhergehen. So handelt der Song „Berlin“ nicht etwa nur vom neuen aufregenden Leben in der Millionen-Metropole, sondern legt auch den Selbstzweifel der zu dieser Zeit erst 22-Jährigen offen: „Don’t think that I’m quite cool enough, I feelso tired need to get up“. Trotzdem weiß die junge Sängerin, was sie will und was sie im Leben voranbringt, sodass sie sich von der Entscheidung nach Berlin zu ziehen von niemandem abbringen lässt: „She asked me to stay, I moved to Berlin“.

Die „Berlin“-EP handelt aber nicht nur vom neuen Leben fernab der Heimat, viel eher geht es um Trennungen, toxische Beziehungen und den Umgang mit daraus entstehenden Gefühlen. Dabei bleibt sich Kafka Tamura musikalisch treu, auch wenn die Songstrukturen ausgeklügelter wirken und die melancholisch anmutende Stimme von Emma Bradshaw eine größere Wirkungskraft erzeugt als auf dem Debüt-Album des Duos.

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