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Dieser eine Song: Kendrick Lamar – Alright

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Kendrick Lamar ist ohne Zweifel einer der größten Rapper und Texter unserer Zeit. Der Künstler aus Compton ist seit über 15 Jahren aktiv und erfand sich in dieser massiven Zeitspanne gleich mehrfach neu. Mit seiner Pulitzer-preisgekrönten Schreibfeder verfasst er Texte, die unter die Haut gehen und ganze Generationen sowie politische Bewegungen prägen. Einer seiner einflussreichsten Songs ist zweifelsohne „Alright“. 

Kendrick Lamar – Alright

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Um zu verstehen, weshalb der Song so einen unverkennbaren Einfluss hatte, muss man sich erstmal die künstlerische Reise von Kendrick Lamar vor Augen führen. In seiner Jugend rappte er unter seinem Pseudonym „K.Dot“ welches zunächst als sein Künstlername herhielt. Nach einigen ersten Berührungspunkten mit Rapgrößen wie The Game und Lil Wayne, entschied sich der junge Kendrick dazu, seinen alten Namen fallen zu lassen und in Zukunft als Kendrick Lamar aufzutreten, um ehrlicher und direkter in seiner Kunst zu werden.

Mit dem Mixtape „Overly Dedicated“ und seinem ersten Album „Section.80“ erlebte er einen Hype, der auch außerhalb der USA aufflammte. Mit dem Signing bei Interscope und Aftermath Entertainment hatte Kendrick Lamar 2012 zum ersten Mal einen stattlichen Deal in der Tasche, welcher ihn zu einem Major-Artist werden ließ, während er sich an sein nächstes Album „Good Kid, M.A.A.D City“ setzte. Teilweise aufgebaut wie ein Hörbuch, erzählt das Album die Geschichte eines jugendlichen Kendricks, der sein Leben in den Comptoner Ghettos bestreitet und dabei allerlei Beobachtungen und Reflexionen mit seinen ZuhörerInnen teilt. Mit der Kombination aus seinem einzigartigen Storytelling, massentauglicheren Produktionen und Radiohits, wie „The Recipe“ und „Swimming Pools“, sollte sein Major-Debüt einschlagen wie eine Bombe und im Laufe der Jahre zum Klassiker mutieren. 

Auf Kendrick Lamars nächsten Album „To Pimp a Butterfly“ wagte der Rapper nun den Blick über den kalifornischen Tellerrand und setzte sich mit der wachsenden sozialen Ungerechtigkeit in den USA auseinander, die vor allem durch den steigenden strukturellen Rassismus bedingt ist. Die vierte Single des Jazz-inspirierten, dritten Albums war „Alright“ mit der simplen und doch kraftvollen Hook „We gon’ be alright“ von Pharrell Williams. Der Song mutierte schnell zum Musik-gewordenen Symbol für den Kampf gegen Anti-Schwarzen Rassismus und wurde insbesondere von der damals jungen Black Lives Matter Bewegung als empowerndes Stück genutzt. Inhaltlich lässt sich „Alright“ als lebensbejahendes Manifest betrachten, nach eigener Aussage sieht Kendrick Lamar in dem Song eine Botschaft der Hoffnung. 

Für einige konservative Medien war der Track allerdings ein Dorn im Auge. Als Kendrick Lamar „Alright“ bei den 15. BET Awards mit einer gewaltigen Bühnenshow uraufführte, kommentierte ein Sprecher von Fox News das Geschehen als „widerwärtig“ und nahm den Auftritt zum Anlass, einen historisch dummen Satz vom Stapel zu treten. Er behauptete, dass Hiphop in den letzten Jahren für Afro-AmerikanerInnen schädlicher gewesen sei, als Rassismus. Ebendieser Clip ist übrigens auf Kendrick Lamars jüngstem Album „Damn.“ in dem Song „DNA“ zu hören. Heute wird „Alright“ als einer der wichtigsten Songs der letzten Jahrzehnte gehandelt, gerade weil er für Black Empowerment steht und sich zu einem Protestsong entwickelt hat, ohne vorher den Anspruch eines solchen Songs zu erheben. 

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