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Dieser eine Song: Kississippi – Cut Yr Teeth

Posted in: Dieser eine Song
Tagged: Kississippi

Im Herbst 2017 veröffentlichte Zoe Allaire Reynolds aka Kississippi mit „Cut Yr Teeth“ die erste Single zu ihrem Debüt-Album „Sunset Blush“. Im Gegensatz zu ihren bisherigen Veröffentlichungen wirkte bereits die erste Single-Auskopplung ausgereifter und vor allem selbstbewusster.

Mehr Indie geht nicht

Bevor ihr Debüt-Album „Sunset Blush“ erschien, gab es ein großes Hin und Her. Neben Besetzungswechseln innerhalb ihrer Band scheiterte auch kurz vor Veröffentlichung des Debüt-Albums die Zusammenarbeit mit dem Label SideOneDummy. So selbstbewusst, wie Reynolds auf „Cut Yr Teeth“ klingt, reagierte sie auch auf diese Höhen und Tiefen. Um „Sunset Blush“ trotz des gescheiterten Label-Deals pünktlich veröffentlichen zu können, kreierte sie kurzerhand „Bug Crusher Records“ und brachte ihr Debüt in Eigenregie heraus.

Das gesamte Album „Sunset Blush“ thematisiert viel Herzschmerz und ist trotzdem kein Werk für verregnete Novembertage. Vor allem „Cut Yr Teeth“ besticht mehr durch seinen Sound, der an The Shins erinnert. Musikerin Reynolds lässt ihrer Wut in Zeilen wie: „The person you made yourself out to be / Would feel sorry for what you’ve done to me.” freien Lauf. Mehrstimmig eingesungen wirken diese Zeilen noch viel mächtiger und lassen Kississippi endlich so selbstbewusst und stark klingen, wie man es auf ihren ersten EPs etwas vermisst hat.

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„Cut Yr Teeth“ ist bis bis heute exemplarisch für das Gesamtwerk von Kississippi. Neben dem klagenden: „You’ve never felt sorry at all“, singt sie über ihre eigene Unfähigkeit, das Unvermeidliche kommen zu sehen. Reynolds singt frei über ihre Gefühle und Erfahrungen und lässt uns dadurch einen tiefen Blick in ihre Vergangenheit erhaschen. Titelgebend ist das Gefühl, für jemanden nur Ballast zu sein. So singt sie zum Ende hin: „You started out slow, but you cut your teeth“.

Kississippi befindet sich mit „Cut Yr Teeth“ und ihrem Debütalbum in guter Gesellschaft neben Künstlerinnen wie Mitski, Lucy Dacus oder Frankie Cosmos, die einen starken und frischen Kontrast zur von Männern dominierten Indie-Szene bieten. „Cut Yr Teeth“ ist mit der bittersüßen Klarheit und Schärfe vergoldet, die die besten female-fronted Bands dieses Genres auszeichnen.

Hier geht’s zu unserer Playlist „Dieser eine Song“:

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