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Dieser eine Song: Little Simz – Venom

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Tagged: Little Simz

Little Simz rappt seit über 15 Jahren, doch ihre Wut hat sie noch lange nicht verloren. Auf „Venom“ behandelt die Rapperin Mental Health Probleme mit ihrem unverwechselbaren Flow auf brachialen Beats.

Little Simz ist nicht nur als Musikerin und Produzentin tätig, sondern auch als Schauspielerin bekannt. Das Multitalent spielte unter Anderem in der Netflix-Serie „Top Boy“ mit, legte aber immer mehr den Fokus auf ihre Musikkarriere, als auf das Schauspiel.

2010 veröffentlichte Simbiatu Ajikawo, wie Little Simz mit bürgerlichem Namen heißt, ihr erstes Mixtape „Stratosphere“. Zu diesem Zeitpunkt rappte die Britin bereits mehrere Jahre, doch erst als ein Radiomoderator einen ihrer Songs spielt, wird die Hiphop-Szene auf die damals 16-jährige aufmerksam. Spätestens als Jay-Z 2013 eines ihrer Mixtapes veröffentlichte, war Little Simz in der Rapwelt angekommen. Größen wie Kendrick Lamar, Schoolboy-Q und Snoop Dogg schwärmten von der jungen Britin.

Little Simz – A Curious Tale Of Trials + Persons

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Um sich in ihrer Kunst frei entfalten zu können, gründete die Musikerin 2014 bereits ihr eigenes Label Age 101 Music.Limited, auf dem 2015 ihr Debüt- und Konzeptalbum „A Curious Tale Of Trials + Persons“ erschien. Auf diesem nimmt Little Simz die Hörer:innen mit auf eine Reise durch ihr bisheriges Leben und gibt ihren schier atemlosen Flow zum besten.

Ein Jahr später erschien mit „Stillness In Wonderland“ mehr als nur das Nachfolgewerk zum Debüt: Neben der Musik veröffentlichte die Britin passend dazu einen Film und eine Comic-Serie, was der Tausendsasserin nicht nur diverse Preis-Nominierungen bescherte, sondern auch immense Aufmerksamkeit.

Little Simz – Venom

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Dass diese plötzliche Aufmerksamkeit auch Schattenseiten mit sich bringen kann, ist ungemein bekannt. So kam es dazu, dass Simbiatu Ajikawo 2017 in eine schwere persönliche Krise stürzte. Den Weg aus der Depression erfolgte dann, klar, durch neue Musik. Mit „Grey Area“ meldete sich die Rapperin 2019 zurück und zeigte sich von ihrer persönlichsten, aber auch wütendsten Seite. Auf „Grey Area“ behandelt die Musikerin wichtige gesellschaftspolitische Themen wie Feminismus, Rassismus und mentale Gesundheit.

Allen voran der Song „Venom“, beginnt er schließlich mit der Zeile „Life sucks and I never tried suicide“, stellt die düstersten Gedanken Ajikawos dar. Giftige Strings über die Little Simz in unfassbarer Geschwindigkeit ihre Worte vorträgt, ehe ein erschütternder Beatdrop dem Song das passende Soundgewand verpasst. Doch nicht nur ihre mentale Gesundheit wird in „Venom“ thematisiert, sondern auch die ungleichen Geschlechterverhältnisse, allen voran in der Rap-Szene. So lehnt die Londonerin jegliche Kategorisierungen ab, sowohl in ihren Songs, als auch außerhalb ihrer Musik.

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