Doechii, Beyoncé, Kendrick Lamar: Die wichtigsten Gewinner:innen der Grammys 2025
Alle Jahre wieder versammelt sich die Crème de la Crème der Musikwelt in Los Angeles, um die herausragendsten Werke des vergangenen Jahres zu feiern. Gestern war es wieder so weit und die Recording Academy hat die diesjährigen goldenen Grammophone überreicht.
Beyoncé triumphiert
Das wohl wichtigste zuerst: Beyoncé hat es endlich geschafft! Mit insgesamt 32-Auszeichnungen im Schrank ist es nicht so, als hätte Queen B noch nie einen Grammy gewonnen – aber für die begehrteste Kategorie „Album des Jahres“ hat es bisher nie gereicht. Gestern Abend war es aber dann endlich soweit und Beyoncé erhielt für ihr aktuelles Album „Cowboy Carter“ die wichtigste Auszeichnung des Abends. Übergeben von niemand geringerem als Taylor Swift, die im Vorjahr gewonnen hatte.
Aber auch über eine weitere Auszeichnung dürfte sich Beyoncé sehr gefreut haben: „Cowboy Carter“ erhielt darüber hinaus die Auszeichnung für das „Beste Country Album“ – und das, obwohl sich viele Country-Sender bei seiner Veröffentlichung weigerten, die Platte zu spielen.
Die wichtigsten Gewinner:innen
Einer der Abräumer dieses Jahres war außerdem Kendrick Lamar, der für seinen Song „Not Like Us“ nicht nur die Auszeichungen „Aufnahme des Jahres“, „Performance des Jahres“ und „Musikvideo des Jahres“ erhalten hat, sondern auch eine weitere der begehrten Topauszeichnungen, in der Kategorie „Bester Song“.
Eine weitere spannende Kategorie ist die des „Best New Artist“. Hier hat sich Chappell Roan gegen Artists wie Sabrina Carpenter, Benson Boone oder Raye durchsetzten können. Und ein Grammy ging tatsächlich auch nach Deutschland: Hans Zimmer wurde für seine Komposition in „Dune 2“ mit dem Grammy für die beste Musik in visuellen Medien ausgezeichnet.
Weitere Auszeichnungen gingen unter anderem an Sabrina Carpenter für „Bestes Pop-Gesangsalbum“, Shakira in der Kategorie „Bestes Latin-Pop-Album“ oder Lady Gaga und Bruno Mars für „Bestes Pop Duo. Rapperin Doechii erhielt den Grammy für „Alligator Bites Never Heal“ als „Bestes Rap-Album“ – als dritte Frau jemals seit Einführung der Kategorie 1989. Gefeiert wurde die Auszeichnung ihrerseits mit dem Track „Nosebleed“, der nur wenige Stunden nach der Preisverleihung erschienen ist.
Weitestgehend Drama-frei
Auch wenn einige politische Seitenhiebe nicht ausblieben, sind die Grammys in diesem Jahr weitestgehend Drama-frei über die Bühne gegangen. Vielmehr nutzen einige Künstlerinnen die ihnen gebotene Bühne, um auf wichtige Themen aufmerksam zu machen. So machte Chappell Roan in ihrer Dankesrede auf die Ungerechtigkeiten in der Musikindustrie aufmerksam; Shakira betonte ihre Solidarität gegenüber Immigrant:innen und Lady Gaga machte sich für Transpersonen stark. Die letzten beiden Reden können durchaus als Kampfsansagen in Richtung Weißes Haus verstanden werden.
Zu den Verlierer:innen des Abends zählt ausnahmsweise einmal Taylor Swift. Sie war in sechs Kategorien nominiert, ist aber in allen leer ausgegangen
Die wichtigsten Gewinner:innen im Überblick
Album des Jahres: „Cowboy Carter“ von Beyoncé
Song des Jahres: „Not Like Us“ von Kendrick Lamar
Singles des Jahres: „Not Like Us“ von Kendrick Lamar
Beste:r Newcomer: Chappell Roan
Beste Pop-Solodarbietung: „Espresso“ von Sabrina Carpenter
Beste Pop-Darbietung Duo: „Die With A Smile“ von Lady Gaga & Bruno Mars
Beste Pop-Dance-Aufnahme: „Von dutch“ von Charli xcx
Bestes Pop-Album: „Short n‘ Sweet“ von Sabrina Carpenter
Bestes Dance-/Electronic-Album: „Brat“ von Charli xcx
Beste Rock-Darbietung: „Now and Then“ von den Beatles
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