Dominic Fike besucht uns zum ersten Mal für drei Konzerte in Deutschland
Gut möglich, dass ihr Dominic Fike bislang noch nicht auf dem Schirm hattet – dies ändert sich aber jetzt. Nicht nur seine außergewöhnliche und feinfühlige Musik, sondern auch die bewegende Geschichte des 23-jährigen, ist Grund genug sich mit ihm zu befassen. Aufgewachsen in Florida, lebte Dominic Fike vermutlich mehr auf den Couchen seiner Freunde als Zuhause: Der Vater nicht da und seine Mutter war oft im Gefängnis, dazu kommt noch, dass viele Menschen in seinem Umfeld Drogen nahmen und diese dadurch verharmlosten. Bei so einer Vergangenheit ist es traurigerweise kein Wunder, dass er selbst auch in die Drogensucht abrutschte. Im Alter von 15 Jahren gründete er seine erste Rap-Gang und möchte sich damit durchboxen – leider klappt dies nicht so gut und er wurde im Herbst 2017 zu polizeilichem Hausarrest verurteilt. In dieser Zeit fing er an, Musik für sein Debütalbum zu schreiben und produzieren. Doch aufgrund von verstoßen gegen die Auflagen des Arrestes musste er im darauffolgenden Dezember selbst ins Gefängnis. Damals hatte er aber noch lange nicht sein Ziel von 17 fertigen Songs erreicht – sondern nur zwei Stücke fertig. Kurzerhand schickte er diese aber noch seinem Manager, der sie als Demo ins Internet stellte. Entgegen aller Erwartungen handelt es sich bei den Songs aber nicht um harten Gangster-Rap, sondern um melodischen und gefühlvollen Indie-Pop mit einer leichten Reggae-Brise. Mit einer Leichtigkeit schafft Dominic es, trotz seiner negativen Vergangenheit, das Positive zu sehen und eine angenehme Stimmung zu erzeugen und erschafft somit eine Klangwelt, die man mit seiner Kindheit und Jugend wohl nicht erwartet hätte.
Dominic Fike – Phone Numbers
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Als die Demos veröffentlicht wurden, befand sich Dominic im Gefängnis und bekam somit nichts von den Reaktionen mit. Die Songs werden von den Hörern gefeiert und die Plattenfirmen reißen sich um ihn – doch er war abgeschottet von der Welt und wusste nicht was passiert. Mittlerweile ist er zurück Zuhause und hat den Hype um ihn wohl auch schon bemerkt. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er bereits seine erste, offizielle EP „Don’t Forget About Me, Demo“. Auch dieses Jahr erschienen bereits mit „Rollerblades“, „Açai Bowles“ und „Phone Numbers“ drei weitere Songs des US-Amerikaners, welche zugleich auch die ersten Vorboten seines Debüt-Albums sind. Dominic gibt trotz seiner schweren Vergangenheit nicht auf und kämpft sich mit seiner Musik aus der dunklen Zeit heraus. Im kommenden Herbst könnt ihr euch selbst von Dominics außergewöhnlichen Talent überzeugen, denn er besucht uns für drei Konzerte in Deutschland.
Dominic Fike – „Rain or Shine“ Tour 2019 – Präsentiert von DIFFUS
29.10.19 Köln, Luxor 30.10.19 Hamburg, Mojo 31.10.19 Berlin, Silent Green
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.