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„Dónde“: Souly hebt seinen Sound auf ein neues Level

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Tagged: Souly

„Souly ist so eine Bereicherung für Deutschrap!“ – zumindest laut der Kommentare unter seinem aktuellen Musikvideo. Aber auch ganz objektiv betrachtet, kann man mit Blick auf die beiden letzten Jahre sagen: Läuft bei Souly! Auftritte auf dem Splash! Festival und in ausverkauften Clubs im ganzen Land; 2023 dann der Release seines erfolgreichen Debütalbums, gefolgt von dem „Bossbaby Tape“, das seinen modernen, international geprägten Trap-Sound stimmig weitergeführte. Nach US-amerikanischem Vorbild bringt Souly mit seinen Songs und vor allem seiner Ästhetik einen artsy Vibe in den klassischen Rumgeflexe-Modus-Mio-Deutschrap. Mit „Dónde“ hebt Souly seinen Sound jetzt aber nochmal auf ein neues Level.  

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Abstrakte Kunst zum Anhören

„Dónde“ klingt ein bisschen wie das uneheliche Kind von Fred again.. und Playboi Carti, dass in den Armen von Souly sprechen und laufen gelernt hat. Blechern-klingende Marimba-Sounds hämmern unaufhörlich auf einen gemächlichen Trap-Beat und sorgen für den krassen Wiedererkennungswert des Tracks. Unruhig flimmernde Synthies ergänzen das avantgardistische Instrumental, dass in seiner Gänze fast schon so klingt, wie abstrakte Kunst aussieht. Produziert wurde das ganz sowohl von Souly selbst als auch von den Produzenten Submarine, Stoopid Lou und Waterboutus. Einziger Wermutstropfen: „Dónde“ klingt an vielen Stellen sehr nach dem amerikanischen Sänger / Rapper 2hollis und seinem Song „jeans“.

Das Wort „Dónde“ ist übrigens spanisch und bedeutet so viel wie „wo“. Der Titel bezieht sich dabei vor allem auf folgende Zeile im Song: „Ich hör‘ nur ,Konkurrenz‘, doch ich frage mich: ‘Dónde?‘“ Generell bleibt Souly in den Lyrics von „Dónde“ aber eher oberflächlich und verliert sich nicht unbedingt in dichterischer Poesie: „Mein Auto schnell, meine Freunde loyal und mein Baby ist sexy (Sexy, vroom) / Ich hab‘ unendlich Drink in mei’m Cup, ja, er geht niemals empty (Shit)“ Umso besser eigentlich – dann können wir uns wenigsten in Ruhe dieser krassen Produktion sowie den dazu passenden, kunstvollen Musikvideo widmen. 

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