Donkey Kids „Birdhouse“ bleibt leer
Es ist ein ewiges Spiel auf Leben und Tod zwischen Katz und Maus – doch nicht für Donkey Kid, denn wer bei „Birdhouse“, der neuen Single des Newcomers mal so richtig hinhört, der wird feststellen, dass die flauschigen Vierbeiner auch vor unschuldigen Vögeln nicht Halt machen. Aber bevor wir uns an dieser Stelle noch tiefer ins Reich der Tiere wagen, lieber ein paar Worte zum Künstler selbst.
Donkey Kid ist 19 Jahre alt und ein echtes Hauptstadt-Kind. Der talentierte Singer-Songwriter wächst in Berlin-Steglitz auf und versucht sich zunächst in gängiger DIY-Manier als „Bedroom-Producer“. Er beginnt damit, eigene Songs zu schreiben, die sich aus den unterschiedlichsten musikalischen Einflüssen zu einem harmonischen Ganzen zusammenfügen. So finden ebenso Jimi Hendrix und psychedelische Rock-Vibes wie auch glänzende Synthies und tragische 80er-Jahre New-Romantic Motive ihren Weg in Donkey Kids Musik. Abgerundet mit der organischen und vertrauten Stimme des Newcomers entstand so auch seine erste Single „Linger On“, die uns schon vor wenigen Wochen die Detailverliebtheit des Musikers präsentierte.
Donkey Kid – Birdhouse
Mit „Birdhouse“ schaltet Donkey Kid aber nun einen Gang zurück und veröffentlicht eine trabende Indie-Rock-Ballade, die mit ihren poetischen und metaphorischen Lyrics eine verspielte, aber nachdenkliche Seite des Newcomers offenbart. „The birdhouse always empty / Cause I got a cat / yeah, that’s the aftermath / Birds fear death”, singt der 19-Jährige über die glimmenden Chords, die im Verlauf des Songs von schleppenden Drums und einem selbstsichern Gitarrensolo ergänzt werden.
Für die Produktion des Musikvideos zu „Birdhouse“ hat sich der Singer-Songwriter mit Multitalent Valentin Hansen zusammengetan. Beide sind in Berlin aufgewachsen und fangen den Vibe der Stadt zwischen Straußberger Platz und Hasenheide auf beeindruckende Art und Weise ein. Das Ergebnis sind sich stetig drehende und kreisende Aufnahmen, in denen Donkey Kid nicht ein, zwei oder drei Mal auftaucht, sondern bis zu vier Mal gleichzeitig im Bild posiert und performt. Ob die Anzahl seiner virtuellen Klone eng mit seiner Zeile „I sat down today / And my chair did break / Cause three legs ain’t enough” in Verbindung steht oder einfach ein Produkt künstlerischer Freiheit ist, dass weiß nur der Musiker selbst.
Aber egal ob nun einer oder fünf Donkey Kids auf einmal: Wir kriegen von ihm sowieso nicht genug und hoffen damit weiterhin auf viel neue Musik – denn Donkey Kid ist einer der spannendsten Indie-Newcomer aus Deutschland.
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