Ebow knüpft mit „Feuerzeug“ an ihr releasereiches 2019 und die Attitüde von „K4L“ an
„Kleiner Kreis, nice vibes“ heißt es auf Ebows aktueller Single „Feuerzeug“ und auch wenn für den ein oder anderen hinter dieser Zeile nicht mehr als ein offensichtlicher Reim steckt, fassen diese vier Worte doch auf den Punkt genau zusammen, worum es in Ebows Musik seit Tag eins geht. Einen safe space für all diejenigen mit ihrer Musik zu schaffen, denen immer noch viel zu selten Platz in der Industrie eingeräumt wird. Identifikation, Zurückeroberung und Redefinition des K-Worts, Empowerment und immer wieder Familiensinn. Falls seit „K4L“ in Vergessenheit geraten sein sollte, bei wem es sich um genannte Familie handelt, Ebow verzichtet selbst in Zeiten, in denen man seinen Kreis nicht in einem Raum versammeln kann, nicht darauf, ihn zu repräsentieren. Deshalb sehen wir im animierten Video zu „Feuerzeug“ nicht zufällig immer wieder Comic gewordene Ausführungen ihrer Engsten. Aber auch hinter den Kulissen hat sich unter dem Namen „Alvozay“ Familie etabliert, denn dabei handelt es sich um nichts Geringeres als ihr neu gegründetes Label. Mit Sätzen wie „Zu viele reiche weiße Jungs im Rap, als wär’s ein fucking Golfclub-Treff“ hat die Rapperin im vergangenen Jahr in weniger als zehn Sekunden Deutschraps offensichtlichstes Problem entlarvt und mit ihren Releases seitdem regelmäßig kluge Antithesen dazu veröffentlicht. „Feuerzeug“ knüpf an die Attitüde von „K4L“ an, reiht Punchline an Punchline und stellt unmissverständlich fest mit wem immer noch nicht kooperiert wird: „1312, Fick die Polizei/ Fick den Staat, fick BKA“.
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