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Edwin Rosen hüllt sich weiterhin in mysteriöses Schweigen und lässt seine Musik sprechen

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Tagged: Edwin Rosen

Edwin Rosen ist ein Phantom – zumindest, wenn man sich auf die Suche nach einem elektronischen Fußabdruck des jungen Musikers macht. Auch wenn die obligatorischen Spotify- und Soundcloud-Accounts existieren, gibt es kaum Indizien, die dafürsprechen, dass Songs wie „leichter//kälter“ oder „Die Sonne in deinem Zimmer“ wirklich ein Produkt menschlicher Kreativität sind. Auch auf Instagram zeigt sich der Künstler verhalten und veröffentlicht wenig bis gar keine privaten Details. Stattdessen ist sein Feed gespickt von 80er-Jahre Bandshirts, analoger Fotografie und New-Wave-Cover-Videos. Nicht nur visuell macht Edwin Rosen damit deutlich, welchem Jahrzehnt er musikalisch eine ganz besondere Aufmerksamkeit schenkt. Doch in eine Schublade lässt sich der – Spekulationen nach zu urteilen – in Süddeutschland lebende Musiker nicht stecken und kreiert kurzerhand in seinen Spotify-Informationen das Genre „neueneuedeutschewelle“, das den Sound von Edwin Rosen nicht treffender beschreiben könnte.

Mit seiner Debüt-Single „leichter//kälter“ lieferte der Musiker Anfang des letzten Jahres einen melancholischen 80er-Jahre-inspirerten Post-Punk-Song, der aufgrund seiner treibenden Drums und melodischen Synthesizern einen echten Hype um den mysteriösen Newcomer auslöste und eine musikalische Nische öffnete, von der wir bisher nicht wussten, wie sehr wir sie brauchen. Doch statt den schaulustigen ZuhörerInnen den Wunsch nach Enthüllung und persönlichen Statements zu erfüllen, zog sich Edwin Rosen wieder zurück, um an zukünftigen Releases zu feilen. So folgte nach „“1119““ (Oktober 2020) vor wenigen Tagen seine erste Split-Single, auf der „leichter//kälter“ mit „SSS“ endlich einen bittersüßen musikalischen Gegenspieler erhielt. Ob und wann eventuell sogar ein/e Debüt-EP/Album im „neueneuedeutschewelle“-Look auf uns wartet, ist bisher noch nicht bestätigt, doch das Lyric-Video zu „leichter//kälter“ sowie die via Irrsinn Tonträger veröffentlichte Split-Single deutet auf eine vielversprechende Zukunft hin.

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