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Ein (fast) verlorener Song: „Beyond You And Me“ von Coma und Dillon

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Wie viele großartige Songs sind der Menschheit wohl schon durch verlorene Festplatten und kaputte Projektdateien entgangen? „Beyond You And Me“ vom Kölner Synth-Pop-Duo Coma wäre fast ein solcher Song gewesen. Von der ursprünglichen Session für den Song ist nur noch die Strophe von Feature-Gast Dillon erhalten. Doch statt aufzugeben, haben Georg Conrad und Marius Bubat, die beiden kreativen Köpfe hinter Coma, um dieses Fundament ein neues Gerüst gebaut und kredenzen uns so eine spannende Fusion aus verträumten Indie-Sounds und Electronica.

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Beim Duo Coma treffen seit jeher die Kölner Club-Szene und verträumte Indietronica aufeinander und ergeben, bunt und schillernd gebrochen wie in einem Kaleidoskop, neue musikalische Perspektiven. Schon auf ihrer ersten Selftitled-EP von 2008 führen Coma Disco- und House-Klänge mit eingängigem Gesang und elektronischen Stimmfetzen zusammen. Auf den beiden nachfolgenden Alben, “In Technicolor” und “This Side Of Paradise”, wandert dieser Sound zuerst in eine tanzbare Richtung, dann in eine noch experimentellere. „Voyage voyage“ entführte zuletzt 2019 in surreale Traumlandschaften, nun scheinen Coma das Tempo aber wieder anzuziehen. 

Der neue Song „Beyond You And Me“ fesselt unsere Aufmerksamkeit von Anfang an mit nervösem Elektro-Knistern und Dillons Ausnahme-Stimme – wer die noch nicht kennt, möge auch ihren Hit „Thirteen Thirtyfive“ auschecken. Fast schon kindlich-jung und gleichzeitig rauchig singt sie bei „Beyond You And Me“, ein angenehmer Kontrast zu den sphärischen Vocals von Coma. Das große Spotlight überlassen diese dann aber vor allem der Produktion: Gleich drei Synthesizer kommen im Drop zusammen, flimmern und flirren um die Wette und brechen trotzdem nicht mit dem kühlen Minimalismus, den „Beyond You And Me“ abstrahlt.

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