„Emilia“, wann sieht Maeckes dich wieder?
Der Release des neuen Maeckes Albums „Pool“ rückt immer näher und es wird mit jeder Singleauskopplung spürbar sommerlicher. Doch Maeckes wäre nicht Maeckes, wenn er nicht den Blick aus dem Fenster wagen und dem Regen und der Kälte ins Auge sehen würde. „Gute Zeiten zum Exklusive scheiben / Man spürt überall aufkeimende Wut und Zweifel / Schlechte Zeiten für’n Maeckes Album / Dass er geschrieben hat, als es ihm ziemlich gut ging meistens / Denn ich war während des Schreibens vorm Pool verliebt“, heißt es deswegen gleich zu Beginn des neunten Audioteasers.
Ja klar, die Umstände für ein verliebtes Sommeralbum könnten ehrlicherweise gerade besser sein, denn wenn man einen Schritt vor die Tür wagt, kommt so schnell keine 36°-Pool-Stimmung auf. Doch etwas Gutes bringen die neuen Maeckes Songs mit sich: Ablenkung. Egal ob jetzt „Emilia“ oder der Vorgänger „Calippo Vivaldi“, die Songs haben absolutes Eskapismuspotenzial und schmeißen den Film für die Tagträume an, gebaut auf den Erinnerungen an frühere Zeiten.
„Emilia“ heißt der neueste Song und ist (vielleicht) einer gleichnamigen Bekanntschaft gewidmet. Maeckes erzählt dabei von einer unnahbaren Business-Frau, deren Aura einnehmend ist und sprachlos macht. Das Thema der „Emilia“ ist dabei eine zärtliche Querflöte, die sich durch den Song zieht, aber auch der Pool klingt einmal mehr im Chorus durch das Schwappen der Wellen am Beckenrand durch. Das alles wird eingebettet in fröhliche Gitarrenakkorde.
Auch wenn die besungene Liebe nicht funktioniert hat, klingt „Emilia“ versöhnlich und vielleicht ermöglicht der Song ja ein Wiedersehen. Wir sind auf jeden Fall gespannt!
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