Empfehlung des Tages: Akryl – Fichtenholz
Eine gefällte Fichte im Garten des Elternhauses – und plötzlich fehlt mehr als ein Baum. In „Fichtenholz“ erzählt Akryl von einem Ort, dem sie ihre Kindheit anvertraut hat und der nun zu Asche geworden ist. Was bleibt, sind Einsamkeit und die Frage, wie die Vergangenheit bis heute nachwirkt: „Ich musste meine Kindheit erst sezieren, um zu verstehen; / Warum ich Einsamkeit verschleier und Verlust romantisier“. Dazu verbindet sie akustische Gitarren mit elektronisch verfremdeten Gesangsfragmenten, warmen Bassflächen und rauschenden Klangschichten. Der Song lässt viel Raum, hält inne und verdichtet sich, bis aus der Auseinandersetzung mit dem Abschied ein dringliches „Hol mich raus“ wird.
Die in St. Gallen aufgewachsene Sängerin, Multiinstrumentalistin und Produzentin schreibt seit ihrem 14. Lebensjahr eigene Songs. In ihrem Indie-Pop treffen folkige Arrangements auf elektronische Experimente und deutsche Texte, die persönliche Erfahrungen in eindrückliche Bilder übersetzen. Nach ihrer Debüt-EP „wenn ich gross bin, will ich alles werden außer alt“ von 2025, von der sie zwei Songs bei uns in der Day & Night Session performt hat, und einem gemeinsamen Song mit Lena&Linus eröffnet „Fichtenholz“ nun das nächste Kapitel: Die Single ist der erste Einblick in ihre zweite EP, die im Frühjahr 2027 erscheint.
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