Empfehlung des Tages: Albert Luxus – Zeitzonen
Unser musikalischer Zeitgeist scheint dieser Tage von elektronischen Klängen und Hip Hop-Anleihen dominiert zu sein. Trotzdem findet der verspielte Indiepop von Bands wie Von Wegen Lisbeth und Die Höchste Eisenbahn in den letzten Jahren eine beachtliche Anhängerschaft. Und wer genau diesen Sound mag, sollte die Ohren auch mal in Richtung Albert Luxus zu spitzen.
Albert Luxus – Zeitzonen
Das Kölner Duo besteht aus Matthias Albert Sänger und Andreas Kiwitt. Gemeinsam waren die beiden schon in den Bands When People Had Computers und Wellness tätig. Seit 2017 veröffentlichen sie als Albert Luxus Musik und verzaubern mit ihrem spannenden Indiepop-Entwurf. Dieser stellt die satten Gitarresounds ganz in den Fokus, findet aber dennoch genügend Luft für elektronische Elemente und verspieltes Arrangement. Auffällig sind vor allem auch die intellektuellen, gewitzten Texte des Duos. Sie erschaffen abstrakte Perspektiven und erscheinen trotzdem nie sperrig.
So auch im neuen Song „Zeitzonen“, der als Single für das kommende Album „YinYin“ fungiert. Wie der Titel schon andeutet, thematisiert das Projekt (fehlende) Balance, im Globalen wie auch Individuellen. Dieser thematische Fokus findet sich auch in „Zeitzonen“. Die klare, melancholische Stimme von Matthias Albert Sänger schwebt über dem kräftigen Gitarrensound und malt Bilder von hier und dort: „Die Krisen gibts auch hier zuhaus/ Ich schau‘ mich um, ich kenn‘ mich aus/ Ist es da Nacht in deiner Zeitzone?/ Hier ist es kalt, hast du da Heizung?“.
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