Empfehlung des Tages: Amyl and the Sniffers – Hertz
Amyl and the Sniffers sind eine Naturgewalt an geballter Energie, Aggression und Feuer. Ihre Musik pulsiert förmlich vor roher Kraft, die es beim bloßen Anhören bis in den Körper des:der Hörer:in schafft und an australische Musik der 70er-Jahre a lá AC/DC erinnert. So klingt auch ihr neuer Song „Hertz“, den die Australier:innen aus Melbourne im Rahmen ihrer neuen Platte veröffentlicht haben.
Amyl and the Sniffers – Hertz
Punkrock aus Melbourne
Die stumpfen, nichts umschweifenden Texte platzen nur so aus Sängerin Amy Taylor heraus, die definitiv weiß was sie will und auf dem neuen Album „Comfort To Me“ mit gewohnt aggressivem und eindringlichem Gesang für Krawall sorgt.
Beeinflusst von Oldschool Rock’n’Roll und modernerem Hardcore sorgt sie gemeinsam mit ihren Bandkollegen Bryce Wilson, Declan Mehrtens und Gus Romer für bewusst primitive Musik, bei der man bekommt, was man erwartet – Punkrock vom Feinsten.
Frauenpower und „Fuck-it“-Attitüde
Auch das Musikvideo ist eine Wucht. An der Decke kauernd, Geister beschwörend und blutüberströmt ausflippend gibt sich Taylor völlig besessen und schreit die Lyrics förmlich ihrem Gegenüber ins Gesicht. Sie will ans Meer, sie will ein Auto und sie will geliebt werden – eigentlich schöne Absichten, welche durch die vollkommen konträre Vortragsweise aber ein eher schiefes Bild abgeben.
Dennoch ist es mehr als erfrischend nicht zwischen kryptischen Lyrics nach der Metaebene eines Songs suchen zu müssen, sondern Texte ohne doppelten Boden auf dem Silbertablett serviert zu bekommen – mit einer ordentlichen Portion Frauenpower und „Fuck-it“-Attitüde.
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