Empfehlung des Tages: Anaïs – désolée
Anaïs lebt das Leben in „désolée“ von der schönen Seite – und ignoriert ihre Sorgen gekonnt. Unbeschwert nimmt sie den Luxus, den das Leben ihr gibt. „Oh so elegant, bin hier nur ausversehen“, singt sie und erfreut sich an der „Aussicht, wie gemalt von DaVinci und Monet“!
Anaïs versteckt ihre Sorgen unter poppigen Sounds
„Friede, Freude, Depressiv“, überspielt Anaïs alles, was nicht so rosig aussieht, wie der sich rosa färbende Himmel. „Verstecke meine Sorgen, wo sie niemand sieht“, sagt sie. Damit nimmt sie sich auf sehr lockere Art und Weise dem Problem von psychischen Erkrankungen – wie Depressionen – an. Nur weil das Leben von außen vermeintlich besser nicht sein könnte, heißt das lange noch nicht, dass unter der Oberfläche nicht trotzdem ein Sturm tobt. „Je suis désolée“, entschuldigt sich Anaïs. Die Frage ist aber, wofür eigentlich?
Die Frage bleibt offen. Vielleicht ist die Entschuldigung aber dafür, dass – genauso trügerisch wie die Luxusvillen und Yachten, die einem das perfekte, sorgenfreie Leben vorgaukeln – auch die Melodie von „désolée“ die Ernsthaftigkeit des Tracks überspielt. Eine poppiger Sound, der zum Mittanzen einlädt und vor Leichtigkeit nur so trieft, legt sich über die Lyrics und tut das, was Anaïs schon angekündigt hat: Ihre Sorgen verstecken!
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