Empfehlung des Tages: Anda Morts – Autobahn
Obwohl man sich gern über die kilometerlangen Staus, die vor allem im Hochsommer die deutschen Autobahnen füllen, beschwert, haben sie doch einen gewissen Charme. Schnell verfängt man sich in nostalgische Erinnerungen an vergangene Familienurlaube oder singt sich auf dem Weg zum nächsten Festival zu seiner Lieblingsplaylist bei Stop-and-Go die Seele aus dem Leib. Diesen Weg müssen auch die kleinen bis mittelgroßen Artists oft im Fünfsitzer oder Minivan beschreiten, wie Anda Morts es so schön auf seiner neuen Single „Autobahn“ beschreibt.
Der Weg ist das Ziel
Umgeben von Gitarre und Bass, eindringlich stinkenden Socken und belanglosen Diskussionen auf der Rückbank fängt der Indie-Punk Newcomer aus Linz die geladene Atmosphäre der sommerlichen Autobahnfahrten romantisierend ein. „Möchte nur noch Straße sehen / Gott sei Punk nie wieder gehen / Der Weg ist das Ziel.“ Trotz verpassten Ausfahrten, drückender Blase und brennenden Augen vom Zigarettenrauch, fühlt sich Anda Morts pudelwohl und genießt die Fahrt leicht grölend in vollen Zügen. In der dritten Strophe zeigt er sich jedoch dankbar, die Abfahrt in seine Heimat Linz zu nehmen können und wieder in seinem eigenen Bett aufzuwachen. Jedes Abenteuer bzw. Festivalwochenende hat auch ein wohlverdientes Ende.
In den vergangenen zwei Jahren konnte sich Anda Morts mit zwei erfolgreichen EPs bereits einen Namen in der DACH-Region machen. Diesen September (am 19. um genau zu sein) veröffentlicht er nun sein Debütalbum „ANS“, von dem auch „Autobahn“ ein Teil sein wird.
„Autobahn“ und weitere Empfehlungen für den nächsten Stau
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