Empfehlung des Tages: Ansu, Cato, Levin Liam – Wünsche
Ansu, Cato und Levin Liam sind keine unbekannte Kombi: Cato produzierte Levin Liams gefeierte EP „Vergiss mich nicht zu schnell“ und sitzt seit Day One mit Ansu im Studio. Zu dritt haben sie allerdings erst einen gemeinsamen Song, jetzt folgt der zweite.
Der Beat ist schwermütig und melancholisch, mit allem, was dazu gehört: Chor, Klavier und Geigen. Im Song geht es, ganz nach Deutschrap-Klischee, darum, viel Geld zu verdienen, aber nicht aus den Gründen, die man anfangs vielleicht vermutet. Ansu stellt klar, dass er mit dem Geld kein falsches Ego füttern will, sondern seinen Kiez, seine Familie und die Kinder von morgen unterstützen möchte: „Geld wird reinvestiert, irgendwann fließt das zurück in‘ Bezirk“.
Der Song ist voller Hoffnung und dem Wunsch, sich selber und dadurch die Welt zu verbessern. „Irgendwas muss (s)ich verändern“ – diese Mentalität zieht sich durch die Musik von Ansu, aber auch sein Wirken als Musiker. Unter dem Motto beschäftigt er sich zum Beispiel mit Awareness Arbeit bei Partys und Konzerten. Dabei geht es darum, einen sicheren Raum zum Feiern für alle zu schaffen. Auch in „Wünsche“ taucht diese Einstellung wieder auf: „Sprech‘ mit mei’m Bro über unsere Väter, ich sage: „Wir machen das besser“ / Was genau weiß ich nicht mal, deshalb irgendwas muss sich verändern“
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