Empfehlung des Tages: ANTHI – Alles an dir
ANTHI hat einen Hang zum großen Drama in ihren Songs – und das kommt nicht von ungefähr. Schon früh prägen häufige Umzüge zwischen Griechenland, dem Irak und Deutschland die Kindheit der Newcomerin und ANTHI ist das Gefühl von einem beständigen Zuhause lange fremd. Begeisterung findet sie in ihrer Zeit in Griechenland als kleines Mädchen vor allem in der Dramaturgie von Opern. Diese Leidenschaft überträgt sich im Teenageralter dann auf die Poesie und ANTHI beginnt selbst Gedichte zu schreiben. Daraus sind inzwischen kraftvolle und ehrliche Pop-Songs geworden.
Diese ungefilterte Ehrlichkeit ist es auch, die in ANTHIs neuer Single „Alles an dir“ für emotionale Momente und einen Kloß im Hals sorgt. In ihrem neuen Track besingt die Newcomerin die Phase nach einer Trennung, in der man realisiert: Die gemeinsame Zeit war eine Lüge! Und das tut weh. Dabei war der Song in seinem Ursprung aber eigentlich ein ganz anderer, wie ANTHI verrät: „Damals schrieb ich eine Demo über meinen Selbsthass aber nach der Trennung habe ich mich wieder an die Skizze gesetzt und den Song verändert. Aus „Ich hasse alles an mir“ wurde „Ich hasse alles an dir“. Ich wollte, dass der Song sich wie ein Sturm anfühlt, weil meine Panikattacken durch diese Person sich genauso angefühlt haben.“
Sturm ANTHI zieht auf
ANTHIs Stimme wirkt aufgeladen mit all den Emotionen, aus denen heraus „Alles an dir“ entstanden ist – mal flehend, mal vorwurfsvoll und enttäuscht. Gemeinsam mit den Instrumentals, die von einer flirrenden Klaviermelodie getragen werden, baut sich der Song immer weiter auf – wie ein Sturm, der langsam aufzieht und dann über einem hereinbricht. „Alles an dir“ bleibt damit als eine düstere Klavier-Ballade mit Tiefgang noch lange im Gedächtnis.
Alle Empfehlungen in einer Playlist:
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.