Empfehlung des Tages: Antje Schomaker – Hört nicht auf
Trigger-Warnung: Sexualisierte Gewalt. Wenn dich dieses Thema aktuell selbst belastet: Du bist nicht allein. Die Telefonseelsorge ist kostenlos und rund um die Uhr erreichbar unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.
In „Hört nicht auf“ erzählt Antje Schomaker von den anhaltenden Folgen eines sexuellen Übergriffs. Die Hamburger Singer-Songwriterin findet dafür deutliche Worte: „Du und ich, wir waren doch Freunde / ich hab 6x nein gesagt“. Sie beschreibt, wie sich Angst und Selbstzweifel im Alltag festsetzen – und wie Schuldzuweisungen von außen das eigene Vertrauen erschüttern können. Schomaker lässt keinen Zweifel daran, wo die Verantwortung liegt. Aus Ohnmacht wird im Verlauf des Songs immer deutlicher Wut.
„Hört nicht auf“ gehört zu Schomakers drittem Album „Liebes Tagebuch,“, das im Januar 2027 erscheint und für dessen Texte auch ihre alten Jugendtagebücher als Inspiration dienten. Darauf beschäftigt sie sich mit Beklemmung, Befreiung und dem Punkt, an dem Aushalten keine Option mehr ist. Wie eng Persönliches und Politisches dabei zusammenhängen, zeigt diese Single besonders eindringlich: Sie thematisiert neben der Gewalt selbst auch das Schweigen, das Betroffene anschließend isolieren kann. Dem setzt Antje Schomaker eine klare Haltung entgegen: „Ich möchte, dass sich Betroffene mit diesem Song weniger alleine fühlen. Ich sehe euch. Ich glaube euch.“ „Hört nicht auf“ gibt den Folgen sexualisierter Gewalt Raum und fordert dazu auf, Betroffenen zuzuhören und ihnen zu glauben.
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