Empfehlung des Tages: Arlo Parks – Impurities
Arlo Parks ist eine Künstlerin, deren Musik für viele eine tröstende Wirkung hat. Ihre Songs strahlen eine weise, positive Energie aus, die nur aus dem Erleben der dunklen Seiten des Lebens geboren wird. Und dennoch bezeichnet die R&B-Künstlerin ihre neue Single „Impurities“ als „den ersten fröhlichen Song, den ich je veröffentlicht habe“.
Denn obwohl Arlos bisherige Songs oft diesen positiven, therapeutischen Vibe hatten, setzten sie sich mit unschönen Sachen und dem Versuch, damit klarzukommen, auseinander. „Impurities“ hingegen ist mit Zeilen wie „You’re the rainbow in my soap / You noticе beauty in more forms than most“ ein Ausdruck der Dankbarkeit für die Menschen, die einem in diesen schwierigen Situationen helfen: „Es geht darum, sich mit Leuten zu umgeben, die dir das Gefühl geben, dass deine innere Hässlichkeit und deine Fehler egal sind. Die dich ermutigen und dich zum Lachen bringen, dich gut und sauber fühlen lassen.“
Thematisch also trotzdem familiäres Terrain für Arlo Parks, nur eben aus einer anderen Perspektive. Musikalisch klingt der Song auch wieder mehr nach dem Indie-R&B ihres Debütalbums „Collapsed In Sunbeams“, im Vergleich zur vorherigen, elektronischeren Single „Weightless“. Eine simple Bassline und ein lässiger Hip-Hop-Drumbeat ergeben einen starken Groove, der durchaus logisch wirkt, wenn man sieht, wer an der Produktion des Songs beteiligt war: Romil Hemnani (Produzent der Hip-Hop-Gruppe Brockhampton), Carter Lang (v. a. bekannt für seine enge Zusammenarbeit mit SZA) und Arlo selbst.
Neben SZA und den Beatles hat den Song laut Arlo auch Ambient-Musik von Aphex Twin beeinflusst – wie man in den Nuancen der Produktion heraushört: Kleine Details wie das verlangsamte Stimmsample, das manchmal im Hintergrund auftaucht, geben dem Mix noch mehr Atmosphäre. Mehr Songs über persönlichen Wandel und zwischenmenschliche Beziehungen gibt es dann ab dem 26. Mai auf Arlos zweitem Album „My Soft Machine“ zu hören.
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