Empfehlung des Tages: At Pavillon – Loved
Das Trio At Pavillon würden viele mit seinem englischen Gesang und brachialen Indie-Rock-Sound vermutlich vorschnell im UK oder in den Staaten verorten. So weit ist die Reise zur Heimat der aufstrebenden Band allerdings gar nicht: Die Gründung geht vor einigen Jahren in einem Pavillon in Wien vonstatten. Seither hat die Band, bestehend aus Sänger Mwita Mataro, Schlagzeuger Paul Ali und Gitarrist Kiddy B., bereits ein erstes Album namens „Believe Us“ sowie diverse Singles veröffentlicht. Der Stil von At Pavillon ist dabei so wandelbar wie auch wiedererkennbar: Gitarren-lastiger Rock trifft auf verspielte Funk-Verzierungen und rhythmische Dance-Elemente, angeführt von Mataros selbstbewusster Stimme.
Alles Bausteine, die At Pavillon zur grandiosen Live-Band machen und mit dieser Aussage startet auch das neue Musikvideo zu „Loved“. Ein Fan redet euphorisch auf Mwita Mataro ein und schwärmt über den Auftritt, bis dieser ihn ausbremst: „It’s only a fucking rock show!“ Es folgt sichtliche Enttäuschung und Desillusionierung und Mataro beginnt zu singen: „How do we all know what love is? How love feels? How do we all know?“ Eine Frage, deren Beantwortung schier unmöglich scheint, die man aber trotzdem stellen sollte. Liebe scheint in der unendlichen Bilderflut unserer Zeit so omnipräsent, so selbstverständlich und absolut notwendig für ein erfülltes Leben, gleichzeitig hat sie unendlich viele Facetten und ist vor allem eine verflixt komplizierte Angelegenheit. Trotzdem ist „Loved“ kein verkopfter, melancholischer Song, sondern eine laute, tanzbare Indie-Hymne, wie man sie von At Pavillon bereits kennt. Das zugehörige, zweite Album „Personal Development Deals“ erscheint dann am 12. Mai 2023.
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