Empfehlung des Tages: bac – Sturzflug
„Bis hierher lief’s noch ganz gut…“ – wer Mathieu Kassovitz’ Filmklassiker „La Haine“ kennt, weiß, dass dieser Satz eigentlich nichts Gutes verheißt. Bei Bac wird daraus aber kein beängstigendes Bild vom Fallen, sondern der Ausgangspunkt für einen Lovesong. „Sturzflug“ erzählt von einer komplexen Beziehung, in der nichts einfach geradeaus läuft. Labyrinthartig muss man stattdessen zwischen Zuständen der Nähe, Unsicherheiten und kleinen Abstürzen hindurch navigieren. Auch im Musikvideo wird das zentrale Motiv des Songs noch einmal deutlich: Hier schwebt Bac durch die Kulisse, kommt dem Boden dabei gefährlich nah – aber ohne jemals ganz unten aufzuprallen.
Zwei Menschen verlieren gemeinsam den Boden unter den Füßen – nehmen das aber scheinbar gelassen: „Trotz all der Ups und Downs/ der tausenden von Pausen/ bin ich ehrlich, ich will mit keinem anderen tauschen/ das ist wie ein Labyrinth/ wir haben uns beide schön verlaufen.“ Entstanden ist der Song Anfang 2026 nicht in Paris, sondern in Prag, wo Bac fünf Wochen lang an seinem Debütalbum „Meine Stadt“ arbeitete, das noch dieses Jahr erscheinen wird. Das Studio befand sich in einem verlassenen Sportstadion, auch das ein fast schon filmisches Setting. Das Instrumental kommt von Enthic, der später auch als Executive Producer des Albums beteiligt war. Geschrieben hat der 21-Jährige Künstler „Sturzflug“ außerdem gemeinsam mit JPD aus Leipzig.
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