Empfehlung des Tages: bbno$ – Mathematics
Bevor ihr euch unnötig den Kopf zerbrecht: Der Künstlername bbno$ ist nur auf den ersten Blick ein Zungenbrecher und wird schlicht und einfach „Baby No Money“ ausgesprochen. Nach diesem schwierigen Einstieg steht nun nichts mehr zwischen euch und der verspielten, bunten Musik, die der Kanadier mit einem beneidenswerten Händchen für das Virale in die Weiten des Internets entsendet. Ob er mit dem lockerem Drum-n-Bass-Groove von „Mathematics“ gerade den nächsten Hit veröffentlicht hat?
Mit Verlaub: In einem Paralleluniversum hätte bbno$ gute Chancen, ein totaler Loser zu sein. Ein Nerd mit runder Brille und einer Schwäche für Memes. Zum Glück leben wir aber in diesem, unserem Universum und hier ist der Rapper und Sänger aus Vancouver ein absoluter Star. Und die offiziellen Zahlen belegen das: Dank Ohrwurm-Hits wie „Lalala“ mit Y2K oder „Edamame“ mit Rich Brian befand sich bbno$ zwischenzeitlich sogar unter den Top 100 meistgestreamten Künstler:innen auf Spotify, aktuell zumindest in den Top 500. Aus seiner Goofyness macht der 26-jährige pures Gold, mal in Form von Latino-inspirierten Trap-Bangern, dann wieder mit polternden House-Tunes oder Lo-Fi-Indie.
bbno$ ist ein Joker, nie weiß man, woran man gerade ist oder was einen als nächstes erwartet. So auch im Fall der neuen Single „mathematics“. Die kommt mit verträumtem Klavier-Sample, haut uns dann aber flotten Drum-n-Bass um die Ohren, wo man gerade noch gemütlichen Boom-Bap der alten Schule erwartet hätte. Textlich bewegt sich bbno$ gewohnt lässig zwischen Selbstironie und Arroganz: „Fifteen minutes TED talk, collecting fourty racks / One milli‘ paid in tax, bitch, do the math“. Der Nerd aus dem Paralleluniversum ist hier bei uns sagenhaft reich – and haters gonna hate.
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