Empfehlung des Tages: Bekkaa & Jakob Ude – „Haare nass“
Sonnencreme auf der Haut, nasse Haare im Gesicht und dieser Geruch von warmem Asphalt nach einem kurzen Sommerregen – genau zwischen diesen Bildern bewegt sich „Haare nass“ von Bekkaa und Jakob Ude. Kennengelernt haben sich die beiden vor einiger Zeit im Studio. Dort entsteht mit „Haare nass“ ein Song, der weniger nach klassischem Feature wirkt, sondern wie zwei Perspektiven auf dieselbe Erinnerung. Zwischen Petrichor, langen Nachmittagen und dem ersten Verliebtsein entsteht eine Atmosphäre, die sofort Bilder im Kopf auslöst – vertraut, leicht und gleichzeitig voller Sehnsucht.
Dass das so gut funktioniert, überrascht kaum. Bekkaa hat sich in den vergangenen Monaten mit ihren poetischen Texten und ihrer nahbaren Art eine stetig wachsende Community aufgebaut. Sie schreibt über das Erwachsenwerden, Identität, Liebe und die kleinen Unsicherheiten des Alltags, ohne dabei jemals pathetisch zu werden. Ihre Videos wirken oft wie zufällige Gedankenfetzen – ehrlich, verletzlich und genau deshalb so nahbar. Für viele ist ihr Social-Media-Auftritt deshalb längst zu einem kleinen Safe Space geworden.
Auch Jakob Ude lebt von dieser Ehrlichkeit. Seine klassisch geschulte Stimme trifft auf ein Songwriting, das selbst alltägliche Gefühle groß wirken lässt. Zeilen wie „120 Milliarden waren schon hier, doch keiner sieht die Welt durch deine Augen“ zeigen, wie aufmerksam er seine Umgebung beobachtet und in Musik übersetzt.
Mit „Haare nass“ treffen also zwei Artists aufeinander, die Emotionen lieber leise als laut erzählen. Das Ergebnis ist ein Song, der nach langen Abenden, nassen Haaren und dem Gefühl klingt, dass der Sommer ruhig noch ein bisschen länger bleiben dürfte. Wer gerade nach dem passenden Soundtrack für genau diese Tage sucht, dürfte hier fündig werden.
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