Empfehlung des Tages: Bella – schön
Ein Blick in den Spiegel, ein paar Minuten auf Social Media – und schon gibt es wieder etwas am eigenen Körper auszusetzen. Bella greift auf „schön“ diese alltägliche Selbstkritik auf und fragt, wessen Ansprüchen wir dabei eigentlich gerecht werden wollen? Die Wiener Künstlerin spielt seit ihrem zehnten Lebensjahr Klavier, dort entstehen auch häufig ihre Songs. Musik ist für sie eine Möglichkeit, die eigenen Fragen zu sortieren und der Suche nach ihrem Platz in der Welt Ausdruck zu geben. Auf „Schön“ wird daraus eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Selbstbild.
Bella erzählt vom Vergleichen, von vermeintlichen Makeln und dem Gefühl, sich ständig verändern zu müssen. Dabei lässt sie die Zweifel zu, ohne ihnen das letzte Wort zu überlassen: „Ich weiß, dass ich schön genug bin, weil ich schön für mich bin.“ In dieser Zeile steckt der entscheidende Perspektivwechsel des Songs: Warum sollten andere darüber bestimmen, ob wir uns selbst gefallen dürfen? „Schön“ macht Mut, den eigenen Körper mit weniger Strenge zu betrachten – und sich die Deutungshoheit über das eigene Aussehen zurückzuholen.
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