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Empfehlung des Tages: Bevn – „Rote Gauloises“

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Viel ist nicht bekannt über Newcomer Bevn, doch seine bisherigen Veröffentlichungen kündigen eine vielversprechende und vor allem vielfältige Zukunft an. So zeigt sich der Sänger einmal im Song „Friends should fuck“ von einer bedachten, rap-lastigen Seite, nur um mit „Sie tanzt“ wenig später einen sehr tanzbaren, melodischen Track zu veröffentlichen.

Nun folgt mit „Rote Gauloises“ eine Single, bei der auf Soundebene durchaus Vorbilder wie Machine Gun Kelly und Yungblud durchklingen. Doch auch Hiphop-Anleihen sowie Indie-Elemente finden ihren Weg in die rauchig kratzige Stimme des Musikers, der sich noch immer keinen Genrestempel aufdrücken lassen will.

Bevn – Rote Gauloises

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In seinen Texten beschäftigt sich Bevn mit der Ohnmacht einer jungen Generation, die sich zwischen der Überforderung durch die eigene Gefühlswelt und der Frage, wer man eigentlich ist und sein will, aufreibt. Der einzige Ausweg: Feiern, bis einem alles egal ist.

So auch im Song „Rote Gauloises“, in dem Bennet Grüter – so der bürgerliche Name des Sängers – über eine junge Frau singt, die trotz großen Träumen in ihrem Leben gegen eine Wand zu knallen droht. „Sie will die Welt sehen, sie will auf Partys / Sie raucht rote Gauloises, weil sie am Arsch ist / (…) Sorry Mama war wohl doch nicht nur ne Phase“

Und auch das Musikvideo vermittelt diesen Eindruck von Alles-zu-viel und Überwältigung. Durch sich immer wiederholende, schnell aneinander geschnittene Bilder hängt der Sänger in einem Loop von Party, Rauchen und einem tristen Alltag in der erdrückenden Kleinstadt – immer dasselbe, jeden Tag. Scheinbar gibt es kein Entkommen – außer vielleicht durch diesen Song?

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