Empfehlung des Tages: Beyonce – Black Parade
Jedes Jahr am 19. Juni erinnert man in den Vereinigten Staaten an die Befreiung der afroamerikanischen Bevölkerung aus der Sklaverei. Auch am Freitag sind am sogenannten „Juneteenth“ wieder tausende Menschen auf die Straßen gegangen und haben demonstriert, gebetet und zusammen gefeiert. Ganz besonders in diesem Jahr galt der 155. Jahrestag der noch immer anhaltenden Polizeigewalt gegenüber Afroamerikanern, die durch den gewaltsamen Tod an George Floyd zuletzt der ganzen Welt wiedermal schmerzlich bewusst wurde. Auch wurden viele KünstlerInnen im Zuge der Debatten für ihr langjähriges Engagement belohnt und zugehört, allen voran Beyoncé, die zum „Juneteenth“ mit ihrer neuen Single erneut zur „Black Parade“ aufruft. „The most disrespected person in America is the black woman“ sagte sie während ihres gut zweistündigen „Homecoming“ auf dem Coachella-Festival 2018 und zitiert damit Malcom X – damit soll von nun an Schluss sein. Auf einen von traditionellen afrikanischen Gesängen untermalten Trap-Beat performt sie ihre black-empowernde Hymne und räumt unter anderem mit Handlungen auf, die Schwarze oft nur tätigen, um sich anzupassen. Mit den Zeilen „Fuck these laid edges, I’ma let it shrivel up / Fuck this fade and waves I’ma let it dread all up / Put your fists up in the air, show black love / Motherland drip on me, motherland, motherland drip on me / Fuck these laid edges, I’ma let it shrivel up / Fuck this fade and waves I’ma let it dread all up“ fordert sie die Back Community dazu auf, ihre Haare natürlich zu lassen und darauf stolz zu sein. Mit vielen weiteren Vergleichen wie dem der westafrikanischen Göttin Oshun, deren Gewand Beyonce bereits bei ihrer Performance bei den Grammys 2017 trug, erinnert die Ausnahmekünstlerin im Song an die reiche Kultur ihrer Vorfahren, setzt sich auf ihren Thron und führt die „Black Parade“ an. Gleichzeitig bewirbt sie mit der Single ihre Initiative „Black Business Impact Fund“, mit dem kleine Unternehmen, die von AfroamerikanerInnen geführt werden, in Notsituationen unterstützt werden – „Yeah, yeah, I’m for us, all black / All chrome, Black owned / Black tints, matte black“.
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