Empfehlung des Tages: Boloboys, Souly – Bessa
Die Boloboys stecken mitten in der Promophase – endlich. Nachdem im letzten Jahr vor allem die einzelnen Mitglieder Projekte veröffentlicht haben, erschien kürzlich mit „2 Baun“ mal wieder ein Crew-Song. Nun geht’s mit „Bessa“ weiter – diesmal auch mit dem NRW-Teil der Truppe sowie Souly als Featuregast.
Endlich alle auf einem Haufen
Nach einem gemeinsamen Abend mit selbstgekochter Bolognese entstehen 2020 die Boloboys: Ein loses Kollektiv aus den Rappern Makko, Beslik (damals noch Meister), Toobrokeforfiji, Okfella, Can mit Me$$r, Loco Candy und Sin Davis. Ihre Styles sind ziemlich verschieden, rangieren von knallharten Trap-Geschichten bis zu Indie-Pop, gemeinsam haben sie nur Swagger und Freigeist.
Dass diese geteilten Qualitäten ausreichen, um eine spannende Synergie zu erzeugen, zeigt die Truppe nun mit ihrer neuen Single „Bessa“ – der ersten Single überhaupt, auf der wirklich alle Bolo-Member vertreten sind. Zusätzlich gibt’s ein Feature mit Souly, der ja selbst gerade einen beachtlichen Szene-Hype erlebt: „Geh’ ich mit mein Brüdern aus dem Haus, dann ist die Presse da / Du hast gutes Weed, aber Makkos ist verlässlicher“.
Bolo-POV
Die Atmosphäre gleicht einer lockeren Cypher, ein Eindruck, der vom innovativen Musikvideo weiter getragen wird. Hier spitten die Jungs direkt in die Kamera und haben dabei Bolo vor der Nase, oder zumindest die Zutaten dafür, die auf einem Schneidebrett vor der Linse verteilt sind – Bolo-POV sozusagen. Jeder Part hat seine kleinen Highlights, die im Kopf bleiben, von Can mit Me$$rs tätowiertem Geschlechtsteil bis hin zu Beslik, der präferiert auf die Türgriffe von Fiat Pandas uriniert. Dabei geht es immer wieder auch um das titelgebende „Bessa“, ein Slang-Begriff von Loco Candy, der sich in Bolo-Kreisen wohl schon längst etabliert hat. Die Vorschläge für das Jugendwort des Jahres stehen ja eigentlich schon fest – aber vielleicht könnte man ja „Yolo“ doch nochmal austauschen? Bessa wär’s.
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