Empfehlung des Tages: Caroline Polachek – Dang
Kennt man sich ein bisschen mit der Diskografie von Caroline Polachek aus, wird man sich bei der Veröffentlichung ihrer letzten Single „Dang“ vermutlich gedacht haben: Das kommt mir doch irgendwie bekannt vor? Möglicherweise, weil „Pang“ der Name eines Songs auf ihrem Debütalbum sowie auch dessen Titel selbst war. Die Platte erschien am 18. Oktober 2019 und feierte dementsprechend erst vor wenigen Tagen ihren vierten Geburtstag. Nun, genau vier Jahre später erscheint mit „Dang“ nicht nur das phonetische, sondern auch musikalische Gegenteil.
„Pang“ war ein Album voller Schmerz und Emotionalität, das mit vierzehn Songs von einer neuen Liebe, der Kapitulation und der Euphorie danach erzählte. Ein ganzheitliches Pop-Album, das Caroline Polacheks Talent als begnadete Sängerin aber auch Songschreiberin untermauerte. Zwar erschien in diesem Jahr mit „Desire, I Want To Turn Into You“ bereits der Nachfolger, „Dang“ soll nun aber den direkten Gegenpol zu „Pang“ liefern und repräsentativ für Temperament und Kompromisslosigkeit stehen. So sei der Titel „Dang“ außerdem auch als Titel für ihr zweites Album angedacht gewesen, bevor man sich für „Desire, I Want To Turn Into You“ entschied.
Temperamentvoll und kompromisslos geht es in „Dang“ alle mal zu und so ergibt sich aus elektronischen Drums, verzerrten Vocals und avantgardistischen Soundeffekten ein skelettartiger Songkorpus, den Caroline Polachek nur zu Teilen mit ihrem Gesang füllt. Und auch wenn in „Dang“ durch unzählige Soundschnipsel irgendwie immer etwas los ist, bleibt da am Ende dieses Gefühl von Leere. Produziert wurde „Dang“ von Caroline Polachek gemeinsam mit Danny L Harle und A. G. Cook, mit denen sie bereits zusammen an vorherigen Projekten gearbeitet hatte.
Seine Premiere feierte „Dang“ übrigens am Releasetag in der The Late Show mit Stephen Colbert. Und die Inszenierung war wirklich außergewöhnlich:
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