Empfehlung des Tages: Catt – Wild Heart
Catt heißt eigentlich Catharina Schorling und kommt aus einem kleinen unscheinbaren Dorf in Norddeutschland. Dort wächst sie ganz klassisch zwischen Wäldern und Feldern, fern ab vom Trubel der Großstadt, auf. Ihre Kindheit ist früh geprägt von Musik: Sie geht zum Klavierunterricht, spielt im Posaunenchor und bringt sich später auch Horn und Trompete bei. Für Catt steht schnell fest, dass sie ihre Leidenschaft auch zum Beruf machen will und so macht sie Berlin zu ihrer Wahlheimat. Hier studiert sie Musikproduktion und feilt an ihren Songwriting Skills. 2018 veröffentlicht sie dann ihre erste Single „Moon“ sowie knapp ein Jahr später ihr gleichnamiges Debütalbum. Seitdem gilt Catt als vielversprechendes neues Gesicht im deutschen Pop.
Musikalisch siedelt sich Catts Musik irgendwo zwischen Pop, Soul und Indie an – mal magisch, mal spielerisch und dann wieder düster. Dieser spannende Facettenreichtum begeisterte in der Vergangenheit schon Musikerinnen wie Judith Holofernes und Sahrah Connor, die Catt auf ihren jeweiligen Touren supporten durfte. Auch auf auf dem Open Air, dass die Band Jeremias am Freitag in Potsdam veranstaltete, durfte Catt auf der Bühne stehen.
Vor zwei Jahren erschien dann bereits Catts zweites Album „Why, Why“, welches sie unweit ihrer Heimat im Gartenhaus der Roger Willemsen Stiftung am Rande Hamburgs aufnahm. Auf insgesamt zwölf Songs machte sich die Newcomerin auf die Suche nach dem Sinn ihres jungen Lebens, in einer unsicheren Zeit – denn 2020 ist das erste Corona-Jahr.
Jetzt meldet sich Catt zurück und zwar mit neuer Musik in Form der funkelnden Uplifting-Pop-Single „Wild Heart“. Dafür arbeitet Catt zum ersten Mal mit ihren Bandmitgliedern, die sie sonst vor allem auf der Bühne unterstützen und einem Co-Produzenten im Studio zusammen. Das Ergebnis ist laut der Newcomerin ein Song an all die wilden Herzen da draußen. Und genau damit will Catt einfach mal sagen: „Unsere Herzen müssen nicht repariert werden. Sie dürfen einfach nur sein. Unsere Herzen sind vollständig in allem, was sie erlebt haben. Sie haben alle Antworten. Lasst uns keine Angst haben.“
Dabei siedelt sich Catt irgendwo zwischen dem anspruchsvollen Pop von Kolleginnen wie Novaa und der tanzbaren Indie-Sparte à la Milky Chance an. „Wild Heart“ schafft den schwierigen Spagat, sowohl eine angenehmen Hintergrund-Beschallung für den Abend mit Freund:innen zu bieten, als auch aufmerksame Hörer:innen mit verspielten Details zu belohnen. Mit dem Song bricht Catt also in eine neue Ära ihrer Karriere auf – und wir sind gespannt, wo es hingeht.
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