Empfehlung des Tages: Céline – Feuer
Feuer: Wahrscheinlich eine der Metaphern, die am meisten in der Musikgeschichte verwendet wurde. Was aber auch daran liegt, dass man die Naturgewalt vielfältig interpretieren kann und die Faszination daran doch immer gleichbleibt. Die universelle Erfahrung, dass das Feuer etwas Beeindruckendes, Warmes, Anziehendes hat, aber eben auch gefährlich und zerstörerisch ist, teilt auch Céline.
In ihrer neuen Single „Feuer“ nutzt sie diese Dualität, um eine Story einer zum Scheitern verurteilten Beziehung zu erzählen. Das Spiel mit dem Feuer, bei dem sich beide Parteien immer wieder die Hände verbrennen werden, aber auch nicht ohne diese Wärme und das Aufregende daran auskommen wollen – „auch wenn ich in den Flammen untergeh‘“.
Vereinigung von Gegensätzen
Celine bewegt sich hier jedoch nicht nur zwischen Liebe und Hass, sondern auch zwischen Pop und Rap – ähnlich wie ihre Kollegin Paula Hartmann, mit der sie auf „3 Sekunden“ einen unser Lieblingssongs des letzten Jahres schuf. In „Feuer“ bildet ein trappiger Drum-Beat das nüchterne Fundament, auf das sich gequält zitternde Streicher legen, die selbst ohne den Songtext Schmerz und Schönheit zugleich transportieren. Dass es ernst ist, wird dann aber endgültig durch Célines unmissverständliche Lyrics klar, egal ob aufgebracht gerappt in den Strophen oder niedergeschlagen gesungen im Refrain. Und diese Mischung funktioniert so gut, dass wir immer wieder ins „Feuer“ hineinstarren.
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