Empfehlung des Tages: C’est Karma – Coffee
Bei Kaffee denkt man vielleicht zuerst an Wörter wie lecker, herb oder koffeinreich. C’est Karma verbindet das allseits beliebte Getränk in erster Linie mit einem Gefühl des Erwachsenwerdens und bringt das in ihrer neuen Single zum Ausdruck. Was als eine Klavierballade beginnt, schraubt sich immer weiter hoch in eine Hyperpop-Richtung, die wir von der jungen Luxemburgerin nur allzu gut kennen.
Karma sagt über den Song: „Ich wollte die einfachen und subtilen Veränderungen in meinem Leben zu einer Metapher für mein eigenes Erwachsenwerden machen. Doch all diese Veränderungen gehen auch mit Existenzängsten und Unsicherheiten einher (…). Die Angst, ein erwachsenes Leben zu führen, (…) die Unsicherheit, dass der aufregendste Teil des Lebens bald zu Ende sein wird.“
Karmas Synthie-Coffee
Somit ist „Coffee“ ein relativ düsterer Track, in dem die 21-jährige Künstlerin versucht, die Zeit festzuhalten, die nur so durch die Finger hindurch zu rinnen scheint. Im Sound spiegelt sich das mit einer anfänglich zurückgehaltenen Klaviermelodie wider, auf die laute Synthies folgen und Karmas verzerrte Stimme.
„Coffee“ ist nach „Gateaux“, ein beatlastiger, futuristischer Song, die zweite Auskopplung ihrer kommenden EP Amouse-Bouche“, die am 13. Mai erscheint. Auf dieser richtet die queere Aktivistin vor allem ihren Blick auf die Außenwelt, wohingegen „Coffee“ ein ganz intimer Blick nach innen ist.
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