Empfehlung des Tages: Charlie Cunningham – End of the Night
Es ist fast schon so, als könnte er zaubern, wenn Charlie Cunningham Gefühle, die man woher nur spürte, in seinen Songs plötzlich hörbar macht. Seit 2014 veröffentlicht er bereits Songs, die sich irgendwo zwischen Indie, Folk und Singer-Songwriter-Sound ansiedeln und Veröffentlichung um Veröffentlichung eine ganz eigene Welt aufbauen. Eine, in der Gefühle keine Schwäche, sondern eine Stärke sind. Mit „Lines“ veröffentlichte Charlie 2017 seine Debütplatte, auf der sich bis heute zeitlose Balladen wie „An Opening“ und Indie-Folk-Klassiker der 10er Jahre wie „Minimum“ oder „You Sign“ befinden. Zwei Jahre später erschien bereits der Nachfolger „Permanent Way“.
Seitdem ist nicht nur eine Pandemie über uns hereingebrochen, sondern auch ganze vier Jahre sind ins Land gezogen. Doch Charlie Cunnignham war nicht untätig wie der Release seiner neuen Platte „Frame“ zeigt. Darauf zu finden: Zwölf charakterstarke Songs mit persönlichem Tiefgang – jeder davon ein Teil von Cunningham. So sagt der Brite über sein Album selbst: „Unsere Persönlichkeiten bestehen aus unterschiedlichen Aspekten und Bausteinen – diese Songs sind Dialoge zwischen meinen. Mit den eigenen Widersprüchlichkeiten umzugehen und in ihnen sogar etwas positives zu sehen ist eine Frage der Selbsterhaltung.“
Doch so philosophisch dies auch klingt, auf „Frame“ gibt es auch durchaus Songs, die weniger „um die Ecke“ gedacht“ verstanden werden dürfen. Einer davon ist „End Of The Night“, der vom Ende einer toxischen Beziehung erzählt, dabei aber genauso viel Schmerz wie Akzeptanz erkennen lässt. Eine für Cunningham typische Akustikgitarre und seichte Klavier-Chords geleitet einen wortwörtlich durch den nur knapp zweieinhalb minütigen Song und hinterlässt ein Gefühl der Sehnsucht. Sehnsucht, nach dem Gefühl von Geborgenheit, aber auch nach weiteren Tracks von Charlie Cunningham. Wie gut, dass es auf „Frame“ ja noch elf weitere davon gibt!
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