Empfehlung des Tages: Charlize – Windstill
Charlize ist gerade mal Anfang 20, hat erst letztes Jahr angefangen Musik zu machen und ist schon jetzt heiß im Gespräch. Warum? Weil die Newcomerin in ihrer Musik ihr ganz eigenes Genre zu eröffnen scheint. Conscious Trap, so bezeichnet es die Hamburgerin selbst. Zwischen genuschelten Lines und pointiertem Rap bewegt sich die fast schon kindlich hohe Stimme von Charlize über die elektro-synth-schwangere Melodie. Und das funktioniert definitiv. Zumindest brachte es sie in gefragte Spotify-Playlists wie „Deutschrap Untergrund“. Mit „Windstill“ erschien vor einer Woche ihre zweite Single des Jahres.
Auch wenn der Titel anderes vermuten lassen würde, „Windstill“ ist der neue Song von Charlize ganz gewiss nicht. Eher im Gegenteil. Pulsierende Bässe und zischende Synthies sorgen für eine gehörige Portion Dynamik in dem Track. Von stillem Windchen ist da nicht zu sprechen. Charlize trägt mit ihrem Song alte Sorgen und Probleme davon und macht Platz für neue Abenteuer. „Lass los, fang neu mit mir an / Ist perfekt weil jetzt ist es Windstill“, rappt sie. Vielleicht meint sie also mit „Windstill“ tatsächlich die Ruhe nach dem Sturm. Oder den Moment kurz davor. Das bleibt wohl am Ende der Interpretation der Hörer:innen überlassen. Und wer sagt auch, dass nach einem tosenden Wind nicht ein neues Lüftchen wehen kann?
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