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Empfehlung des Tages: Chilly Gonzales – Poem

Posted in: News
Tagged: Chilly Gonzales

Das letzte Solo-Album, in dem der kanadische Musiker Chilly Gonzales noch mit Worten arbeitete, ist vor mittlerweile 13 Jahren erschienen. Seitdem hat der klassisch ausgebildete Jazz-Pianist zwei Solo-Piano-Alben veröffentlicht und sein universales Können in Form von Kammermusik bis hin zu gemeinsamen Techno- und Pop-Projekten mit DJ Boys Noize oder Plastikman unter Beweis gestellt. Mit „Gonzo“ kündigt der Musik-Virtuose und selbst betitelter „Worst MC“ nun seine Rückkehr zu den Worten und speziell dem Rappen für den 13. September an. Und besonders auf „Poem“ spart Gonzales nicht mit seinen Worten.

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Psychoanalyse und Träume

Was ihn dazu beflügelt hat, endlich wieder zu sprechsingen, kann Gonzales genau benennen: Zehn Jahre einer psychoanalytischen Therapie. Die Notizen, die er sich im Rahmen dieser Sitzungen gemacht hatte, katalysierten die Produktion seines neuen Albums, weil sie ihm als Liedtexte dienten. Gonzalez erinnert sich: „Lyrics waren ein Weg, mein Unbewusstes zu hören. Als ich mein Unbewusstes im Büro meines Analytikers hörte, brauchte ich keine Lyrics“. Als zweite Singleauskopplung des Albums veranschaulicht „Poem“ diesen Prozess deutlich.

Denn wie der Name verrät, ist das Lied wie ein Gedicht aufgebaut. Gonzales beschreibt zu anschwellender Orchester- und Klaviermusik dabei Momentaufnahmen wie kurze Gedankenblitze oder Traumsequenzen und das größtenteils ohne wirkliche Zusammenhänge. „Spooning a honeybee with a halo in a blizzard of rainbows“. Trotzdem gelingt es ihm, eine lebendige Geschichte zu erzählen. Als Abschlusslied wird „Poem“ dabei auch viele Eindrücke und anhaltende Spannungen aufgriffen, die Gonzales im Laufe von „Gonzo“ ansprechen wird. So gelingt es em kanadischen Künstler, Emotionen zwischen Überzeugung und Bekenntnis, Wahn und Selbsterkenntnis und schließlich Dankbarkeit einzufangen.

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