Empfehlung des Tages: Christin Nichols – I’m Fine
Christin Nichols ist Schauspielerin, Moderatorin und Sängerin. Bis 2018 machte sie mit René Riewer als Prada Meinhoff Musik. Auf ihrem ersten Solo-Album „I‘m Fine“ ist die Deutsch-Britin mit punkigem Synth-Pop zu hören, der auch Chanson-artige Elemente mitbringt. Der gleichnamige Song ist der erste Track des Albums.
Christin Nichols – I’m fine
Zum einen drückt die Sängerin mit dem Song aus, dass es ihr gerade richtig gut geht. Auf der anderen Seite steckt hinter der kurzen Antwort „I’m Fine“ – die auf die Frage: wie gehts, geantwortet wird – auch, dass es nicht unbedingt stimmt und es einfach nur so ein daher gesagter Satz ist.
Im Video zum Song streift Christin Nichols durch einen nächtlichen Wald. Dabei wird sie immer wieder von kostümierten Gestalten wie einem Sensenmann und einer Feuerspuckerin begleitet und umtanzt, lässt sich aber nicht von ihrem Weg abbringen.
Man merkt: Christin Nichols spricht Tacheles, wenn es um mentale Gesundheit, Sexismus oder Homophobie geht. Somit hat sie in ihrem Song „Today I choose Violence“ Sätze mit eingebaut, die sie sich als weiblich-gelesene Person immer wieder anhören muss. Einer davon: „Jetzt sei doch nicht gleich so angegriffen, heutzutage kann man wirklich gar nichts mehr sagen.“ Im Diffus-Interview erzählt sie, dass der Song ihr geholfen habe, sich von einer Ohnmacht zu befreien.
Bei Christin Nichols laufen immer mehrere Projekte gleichzeitig, sodass wir uns freuen können, sie schon bald in der zweiten Staffel der LGBTQI+ Serie „All You Need“ der ARD zu sehen. Bis dahin kann aber erstmal ihr aktuelles Album „I“m Fine“ sowie der Titeltrack in vollen Zügen genossen werden.
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.