Empfehlung des Tages: Christin Nichols – Morgen willst du mich
Die Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin Christin Nichols hat viele Talente. 2022 brachte sie ihr Debütalbum „I’m Fine“ heraus, seitdem veröffentlichte sie mehrere Singles, unter anderem das Feature „In Ordnung“ mit Julian Knoth von Die Nerven. Nun hat sie für den 22. März ihr zweites Album angekündigt, das den Titel „Rette sich, wer kann“ trägt.
Im November hatte die Sängerin mit „Wie New York“ bereits eine erste Vorab-Single veröffentlicht. Nun hat Christin Nichols mit „Morgen willst du mich“ einen weiteren Vorgeschmack auf ihr neues Album geliefert. In dem Song beschreibt die Berlinerin das Gefühl, nicht genug zu sein, in Abhängigkeit von anderen zu sein. „Ich finde, er passt so gut grade in die Stimmung, in das Grau – ich bin wie die meisten grade ziemlich melancholisch“, schreibt sie auf Instagram.
Ein Mutmacher am Ende des Refrains
„Was ist heut‘ für’n Tag / Die Stadt erstickt in Grau / Mach‘ mir noch ’ne Cornflakes / Und glotz in mein‘ TV“, singt Christin Nichols im Refrain und beschreibt damit die Stimmung, die an einem kalten, verregneten Januar-Tag wohl viele kennen. In der Vergangenheit hat die Musikerin zwischen Indie, New Wave und Post-Punk schon verschwiedene Bereiche bespielt und auch diesmal gibt’s wieder was neues auf die Ohren. Mit seinen verzehrten, dröhnenden E-Gitarren erinnert „Morgen willst du mich“ an den Shoegaze- und Alternative Rock-Sound, der in den späten 80ern aufkam und auch jetzt wieder einige NNDW-Artists fasziniert.
Und auch wenn sich der Song um die Melancholie dreht, könnte er dem einen oder der anderen helfen, genau dieses Gefühl wieder abzuschütteln. Nicht nur aufgrund des punkigen Sounds, sondern auch aufgrund der Zeilen am Ende des Refrains: „Ich glaub‘, die Zeit läuft rückwärts / In meinem Handy brennt noch Licht / Ich schlafe nicht, ich warte / Morgen, morgen willst du mich.“ Die Botschaft: Egal, wie trist es im Januar manchmal ist – es kommen auch wieder bessere Tage.
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