Empfehlung des Tages: Dobel, Dauner – Pasta
Dass Longus Mongus gerne mal für einen Spaß zu haben ist, beweisen seine Parts auf diversen BHZ-Songs und Solo-Projekten. Wenn der Berliner Partyritter allerdings komplett freidrehen will, greift er zu seinem zweiten Alter Ego, bei dem wirklich alles erlaubt ist: Dobel. Unter diesem Alias hat er schon vor über einem Jahr einen Song angeteasert, der seither immer wieder von seinen Fans gefordert wurde und nun endlich mit Produktion von Dauner veröffentlicht wurde. Spoiler: Um das titelgebende italienische Teigprodukt geht es in „Pasta“ schonmal nicht.
Party-Schlager & Nasen-Pasta
Seit 2018 ist Longus Mongus als Teil der Schöneberger Crew BHZ in der deutschen Rap-Szene aktiv. Und das mit großem Erfolg: Die Songs der fünf Freunde werden inzwischen millionenfach gestreamed, ihre Fanbase verfolgt jeden neuen Move gespannt und hat die Gruppe auch schon in die Charts befördert. Parallel dazu veröffentlicht Longus Mongus regelmäßig Features und Solo-Musik, die bereits zwei Alben gefüllt hat. Vor knapp zwei Jahren hat er seine Diskographie dann um ein weiteres AKA bereichert – Dobel. Unter diesem Namen scheint der Rapper sein Faible für Schlager und elektronische Musik auszuleben, außerdem spielt er gelegentliche DJ-Sets, wie auch in der Silvesternacht in Berlin. Hier gibt es neben Trash-Hits aus allen Jahrzehnten auch die unveröffentlichte Musik von Dobel zu hören, die von seinem Publikum schon begeistert erwartet wird, wenn sie dann endlich erscheint.
So war das auch bei „Pasta“ der Fall – einem Song, der bisher nur als Snippet im Netz kursierte und nun seit dem letzten Freitag endlich offiziell zu hören ist. Als Titeltrack führt der Song die EP „Pasta & mehr“ an, die außerdem zwei Remixe und „Mausi“ und den „Hosen song“ beinhaltet. Für die Produktion hat sich Dobel mit Dauner zusammengetan, der unter seinem Vornamen Moritz eigene Alt-Pop-Musik veröffentlicht und unter seinem Nachnamen begehrte Beats für Ski Aggu, Badchieff oder eben Longus Mongus produziert.
Zwischen Berghain und Bierkönig
Für „Pasta“ liefert er ein Instrumental, auf das auch Helene Fischer neidisch gewesen wäre: Wummernde Four-To-The-Floor-Beats, Schunkel-BPM und Plastik-Synthies sind direkt aus dem Schlager-Baukasten entnommen. Inhaltlich bewegt sich Dobel dann aber doch eher im Berghain als im Bierkönig: „Diese Line ist viel zu groß für meine Nase / Nein, die passt da nicht / Passt da wirklich nicht rein“. Damit wäre der Titel dann auch geklärt – und der Underground-Hit pünktlich für die kommende Karneval-Saison endlich draußen, auch wen man davon in Berlin natürlich nichts wissen will.
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