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Empfehlung des Tages: Dominik Hartz feat. Anaïs – Bisschen wach

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Wenn verträumte Akustik-Finessen zusammenfinden, können es nur die 21-jährige deutsch-belgische Singer-Songwriterin Anaïs und der Indiepop-Künstler mit Hiphop-Vibes Dominik Hartz aus dem ländlichen Schleswig-Holstein sein. Die Zusammenkunft dieses Duettes, welches musikalischer fast nicht besser zusammen passen könnte, ist auch der heutigen Technologie zu verdanken.

Kunst auf direktem Wege

Der Song gemeinsame Song „Bisschen wach“ ist wieder einmal ein gutes Beispiel dafür, wie wunderbar Social Media heutzutage auf ganz niederschwellige Art und Weise vernetzen kann. Während man früher über teils mühsame E-Mail-Wege Kontakt zur Traum-Feature-Besetzung aufnehmen musste, schrieb Dominik Hartz für „Bisschen wach“ Anaïs direkt über Instagram an. Beim ersten Treffen der Beiden stand nur die erste Strophe und ein bisschen von der Hook, erzählt der 24-jährige Schauspielstudent. Der Rest entstand innerhalb eines Tages gemeinsam mit der Künstlerin. Dass man sogar den Sound der ersten Stunde zuhören bekommt, kann man im Song selbst am Anfang, am Anfang der zweiten Strophe und am Ende entdecken. Dort haben sie nämlich die Sprachnachricht im Song verpackt.

An einem lauen Sommerabend im hohen Gras liegend sind die Gedanken versunken in „Weit weg, so weit weg von dir. Bleib bitte, bleib doch kurz hier“ und man ist ständig noch ein „bisschen wach“. Während man so nachdenkt und sich wünscht, dass diejenige Person die Gefühle erwidert, bleibt man nur gedankenversunken liegen. Mit letzten Kräften und in der Einsamkeit gewogen versucht man sich von diesem Gefühl loszureißen. Ein Songmoment, wie er für Singer-Songwriterin Anaïs und Dominik Hartz nicht besser zutreffen könnte. Ob Schwärmerei oder Heartbreak, Knister Lo-Fi oder Synth-Ballade, die Musik der beiden zieht sich wie ein roter Faden durch die bisherigen Veröffentlichungen. Zwischen alternativem Pop oder Indie-Pop auf leichtem Sprechgesang klingt der Sound mit angezupfter Gitarre und sattem Drumbeat auch hier wieder wohlig-warm. Schmerz verpackt in melancholischem Minimalismus und verträumt-griffigem Indie-Pop mit verspielten Funk-Details.

Für die zweite Single „Bisschen wach“ auf der aktuellen Debüt-EP „Am Ende des Tages“ von Dominik Hartz, der zuletzt bei uns im Interview war, haben die Sängerin und der Wahlberliner eine Akustik-Session aufgenommen. Diese lässt den deutsch-französischen Song nochmal auf ganz eigene Weise intim wirken. Vielleicht wird auch dieser Sound noch lange ein „Bisschen wach“ halten.

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