Empfehlung des Tages: doss – Raum
„POV: Du findest doss zwei Jahre vor den anderen.“ Mit diesen Phrasen bewirbt Doss seine Songskizzen mit kreativ ausgearbeiteten Visual auf Social Media. Recht hat er damit alle mal. Wenn man sich die Musik des zwanzigjährigen Newcomers anhört, würde man nicht denken, dass er erst am Anfang seiner Karriere steht.
doss: Jeder Anfang ist schwer
Feinsinnige Produktion und Zeilen mit beachtlichem Tiefgang. Schwankend wechselt Doss auf seinem neuen Song „Raum“ zwischen verschiedenen Entwicklungsphasen. Begleitet von einer Ambient-Produktion thematisiert er zunächst anfängliche schwierige Entscheidungen. Anschließend reflektiert er über einer dezenten Grunge-Gitarre die damit einhergehenden Konsequenzen.
Mit leicht-kratziger Stimme lässt er seinen Gedankenfluss skizzenhaft und mit versetztem Flow ungehindert über die Akkorde fließen, während er sich frustrierenden Konflikten stellt. Und genau davon handelt der Song: Trotz schwieriger Phasen sollte man am Ball bleiben und den Fokus nicht verlieren.
„Ich bin offen zu fühlen, wer ich bin / Schlimme Tage waren am Ende gar nicht schlimm“ lässt Doss schnippisch verlauten, bis das Outro über sanft-nachklingenden Flächen versiegt.
„Raum“ und alle weiteren Empfehlungen findet ihr hier
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