Empfehlung des Tages: Duzoe – FTP II
Abschiede können die schwersten Entscheidungen im Leben sein, denen man noch Ewigkeiten nachtrauert. Speziell am Ende einer Beziehung bricht für einige oftmals eine Welt zusammen.
Duzoe widmet einer Verabschiedung gleich zwei Songs. Der erste schien 2018 auf der Debüt EP und heißt „F.T.P.“, ausgeschrieben Farewell To Past. Der Nachfolger ist „F.T.P. II“, also Farewell to Presence und wird Anfang Juli auch auf dem ersten Album „watchmeburn“ zu finden sein. Beide Tracks weisen Ähnlichkeiten in vielen Aspekten auf, doch zeigen auch einige Veränderungen auf, sowohl textlich als auch im Sound.
Duzoe – FTP II
Der Hamburger Deutschrapper wirkt auf seiner ersten Videosingle selbstkritischer und gesteht sich auch einige Fehler ein. Er spricht im Song „FTP II“ ganz offen und ehrlich die Depression an, die einen ereilen kann bei einer Trennung. Die Düsternis wird nicht nur im Text klar, sondern auch visuell durch den Ausdruckstanz und die Farbgestaltung im Video.
Das Duzoe weiß, wovon er spricht, zeigt seine eigene Krankheitsgeschichte oder auch seine Arbeit als Sozialpädagoge. Im Musikvideo beweist er auch einen sehr rücksichtsvollen Umgang mit schweren Themen wie Suizid oder selbstverletzendem Verhalten und verweist im Beitext auf Hilfehotlines.
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.