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Empfehlung des Tages: Edwin Rosen – Die Sterne

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Tagged: Edwin Rosen

Edwin Rosen sitzt im Dunkeln und schreit „Die Sterne“ an – mittelalte Musikfans, die die „Hamburger Schule“ noch kennen, mögen bei diesem Satz denken, der charismatische Edwin Rosen hätte nachts auf einem Festival die Hamburger Band um Frank Spilker getroffen und sich mit ihnen lautstark gestritten. Aber so ist es natürlich nicht. Wenn Edwin Rosen, der wohl erfolgreichste Künstler der Neuen Neuen Deutschen Welle, die Worte „Ich sitze im Dunkeln und schrei die Sterne an“ singt, mit seiner unwiderstehlichen Grabesstimme, dann meint er sie todernst. Und er meint natürlich keine irdische Indieband, sondern Pluto, Betageuze, Earandel und die ganze andere Bande, die man in klaren Nächten da oben abhängen sieht.

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„Die Sterne“ triggerte bei uns auch noch eine andere Frage: Ab welcher Länge kann man eigentlich von einem Song sprechen? „Die Sterne“ kommt auf eine Spielzeit von einer Minute und 28 Sekunden. Die ersten 20 Sekunden davon sind zudem noch ein atmosphärisch klonkerndes Intro, das sich erst langsam zu Musik formt. Aber trotzdem: Edwin schafft es selbst in dieser kurzen Zeit, uns in seine dunkel hallende Welt zu ziehen, uns die Einsamkeit fühlen zu lassen, die er hier besingt. Und außerdem: Einer der kürzesten Songs der Musikgeschichte ist „You Suffer“ von den britischen Grindcore-Helden Napalm Death – sie haben in vier Sekunden Rockgeschichte geschrieben. „Rise“ von Solange ist 1:41 lang. „Waken Baken“ von Wiz Khalifa 1:29. „Beach is Better“ von Jay-Z 0:55. Und so weiter …

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