Empfehlung des Tages: elimako – du bist
Auf „du bist“ geht elimako hart mit sich ins Gericht. Schon die erste Zeile „Osmium-Gedanken, exklusiv und schwer“beschreibt einen Kopf, in dem einiges lastet. Was folgt, lässt sich als inneres Streitgespräch lesen: Warum wieder aufs Spiel setzen, was man sich mühsam zurückerarbeitet hat? „Hast dich selbst zurückgewonn’n, das ist ziemlich teuer gewesen / Sagst, du hast dazugelernt, davon ist ja nichts zu seh’n“. Zu wissen, was einem guttut, bedeutet noch lange nicht, danach zu handeln. Auch das wiederholte „Du bist“ im Refrain liefert keine einfache Antwort, die Vorwürfe bleiben erstmal im Raum stehen.
Die gebürtige Bambergerin schreibt und produziert einen Großteil ihrer Musik selbst. Angefangen hat sie am Keyboard ihrer Oma, später veröffentlichte sie erste englischsprachige Songs auf Soundcloud. Mit den EPs „8 stufen“ und „1jahr“ rückten deutschsprachige Texte über Nähe, Überforderung und persönliche Veränderungen in den Mittelpunkt. Gerade auf „1jahr“ beschäftigte sie sich mit den eigenen Grenzen und dem Druck, Musik und Studium gleichzeitig gerecht zu werden. „du bist“ führt diese Auseinandersetzung weiter.
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