Empfehlung des Tages: Eloise – Therapist
„Ich bin Eloise und ich schreibe Songs über meine Gefühle“, verrät uns die Spotify-Bio der Londoner Künstlerin. Das trifft auch durchaus zu, aber wenn man Eloises Musik noch etwas genauer erklären will, erkennt man vor allem in den frühen Werken einen entspannten Neo-Soul-Sound. Schon mit ihrer ersten EP bekommt sie viel Aufmerksamkeit, unter anderem auch durch die Tatsache, dass niemand geringeres als Billie Eilish ihren Song „Subside“ auf Instagram covert. Mit „Therapist“, der dritten Single ihres kommenden Debütalbums, schlägt Eloise nun allerdings eine etwas andere Richtung ein: Es klingt nach Indie-Rock à la Lucy Dacus oder Julien Baker. Das Schreiben über Gefühle bleibt jedoch gleich.
Ein Zeichen der Unabhängigkeit
„Therapist“ erzählt von einer scheiternden Beziehung und ist gewissermaßen ein Ausdruck der Unabhängigkeit. Eloise will nicht die Therapeutin für ihren Partner spielen müssen, dessen Probleme auch für sie selbst eine Belastung sind. Obwohl sie die Person liebt, kann sie nicht immer für sie da sein, sie muss lernen, selbständig zu sein: „You’re a big boy now and I can’t hold your hand / Acting like a boy, but I fell for a man“.
Der Song beginnt sanft und steigert sich immer weiter bis zu einem rockigen Gitarrensolo, ähnlich wie die Frustration über die besungene Situation, die sich in Eloise anstaut. Auf Instagram zeigt sie eine frühe Skizze des Songs und erzählt, diese sei gemeinsam mit ihrer besten Freundin geschrieben worden, als beide betrunken waren. Wie man sagt, kommen in diesem Zustand schließlich auch die ehrlichsten Gefühle zum Vorschein.
Schwelgen in Emotionen
Ähnliche Gefühle werden auch auf den anderen Tracks ihres Debütalbums „Drunk On A Flight“ erkundet, welches am 14. April erscheint. Es geht um Beziehungen und das Schwelgen in Emotionen, ob schön oder unangenehm. Oder wie Eloise selbst sagt: „Mein Songwriting war schon immer ehrlich, aber dieses fühlt sich roh an – als würde ich alle Schattierungen von Gefühlen erforschen.“
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