Empfehlung des Tages: Emma Philine – Ghost Of Mine
Ein Schatten seiner Selbst sein – darum geht es im Song „Ghost Of Mine“ der Hyper-Pop Newcomerin Emma Philine. Die Leipzigerin hat erst kürzlich ihr musikalisches Debüt gefeiert und mit „17 2 20“ zum ersten Mal ihren düsteren, experimentellen Pop- und R&B-Mix auf EP-Länge veröffentlicht. Vier Songs, die vier Jahre und damit vier verschiedene Abschnitte ihres Lebens präsentieren, was auch den zugegeben eher sperrigen Titel des Werks erklärt: Die Tracks sind im Zeitraum von 2017 bis 2020 entstanden.
Einer der vier ist der Song „Ghost of Mine“. Emma Philine selbst sagt über den Track: „In ‚GHOST OF MINE‘ geht es um die Angst, nicht mehr lieben zu können. Es geht um Themen wie Trauma, schlechtes Selbstwertgefühl und Unsicherheit. Im Grunde der Punkt, an dem man sich nur noch isoliert und sich nur noch mit dem Schmerz und den schlechten Erfahrungen identifiziert, die einem widerfahren sind“. Sie macht kein Geheimis daraus, dass es Zeiten in ihrem Leben gab, in denen es ihr alles andere als gut ging und kann damit große Authentizität und Wahrhaftigkeit in ihre Musik legen – und vor allem auch anderen beistehen, die sich in ähnlichen Situationen befinden.
Emma Philine – Ghost Of Mine
Der Song kommt mit einem sehr ausdrucksstarken Musikvideo. Zu sehen ist die Sängerin selbst, wie sie sich durch die Zerissenheit in ihrem Inneren umherwindet und ihre Gefühle durch eine abstrakte Tanzperformance ausdrückt. Passend zur Line „I´ve died a hundred times“ stecken unzählige Schwerter in ihr. Doch trotz all dem Schmerz kann sie gegen Ende anfangen, ihre Wunden zu umarmen – und somit Geschehenes langsam hinter sich lassen.
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